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San Oswaldo

Kurzbezeichnung :

San Oswaldo

Originalname :

Passo di San Oswaldo

Land :

Italien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

827 m

Länge :

36 km

Lat/Long:  46.285379 12.408864  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

San Oswaldo - Westrampe unten KehreDie Westrampe des Passo San Oswaldo wühlt sich zu Anfang von der Hauptstraße aus durch mehrere Dörfer, bevor die breit ausgebaute Straße durch sechs weiche Kehren weiter nach oben führt. Von der Straße aus kann hin und wieder ein Blick ins Tal geworfen werden, von unten auch auf die oben am Berg befindliche Staumauer, auf die man sich zubewegt.

San Oswaldo - Westrampe unten Ampel TunnelNach rund 5 Kilometern wird eine Tunnelanlage erreicht, die per Ampelschaltung jeweils nur für eine Richtung freigegeben ist. Überraschte mich, war die Straße ansonsten doch für viel Verkehr ausgelegt. Die Wartezeit beträgt laut Schild bis zu 7 Minuten. Bis der Gegenverkehr den Tunnel verlässt, kann in aller Regel der Motor ausgestellt werden.

San Oswaldo - Westrampe Mitte Tunnelinneres HelmcamDer Tunnel selbst ist angenehm zu durchfahren, ist er doch gut beleuchtet und weist an Dutzenden Stellen Felsdurchbrüche auf, die Tageslicht einfallen lassen und wenigstens dem Mitfahrer einen Blick nach draußen erlauben. Der Tunnel besteht somit aus mehreren Abschnitten und ist mehr eine Mischung aus halbdunkler Röhre, Galerie und Teilstücken unter freiem Himmel.

Hat man die Ausfahrt passiert, sollte rechte Hand eigentlich der Stausee Lago del Vaiònt liegen. Die Staumauer ist gut zu erkennen, nur fehlt das dazugehörige Wasser davor. Bei meinem Besuch dachte ich, da hätte man wohl fehlgeplant, einen zu großen Staudamm in einer zu trockenen Gegend in Betracht gezogen. Meine Recherche später brachte erstaunliches zutage.

San Oswaldo - Westrampe Mitte Staumauer und Seebecken

Wenige Jahre nach Fertigstellung der Anlage gab es im Jahr 1963, praktisch mit Vorwarnung der Geologen, einen massiven Felssturz in den damals gut gefüllten See hinein. Die dabei entstandene Flutwelle ergoss sich über die Staumauer und zerstörte das unten im Tal befindliche Langarone vollständig. Während es im Ort über 2.000 Todesopfer zu beklagen gab, blieb die Staumauer selbst unbeschädigt. Sie wurde zwar nicht abgetragen, jedoch verzichtete man auf erneutes Stauen des Sees. Wer die Überreste dieses Felssturzes sehen möchte und sie auf dem Bild vergebens sucht, mag es wahrscheinlich kaum glauben. Ich habe ihn nichtmal ganz im Bild, es ist der Hügel links der Mauer, der weit über sie ragt und wie eine Bergflanke aussieht. Das alles hat sich damals vom südlich gelegenen Monte Toc gelöst und ist in den See gerutscht.

Die liebe Wikipedia berichtet über die Details ausführlich, desweiteren ist auf Youtube eine Dokumentation über Wasserkraft generell zu finden, die auf das Unglück eingeht.

San Oswaldo - Westrampe Mitte Ort CassoTatsächlich kann der Hügel selbst vom Tal aus gesehen werden, er überragt die Staumauer bei weitem. Nördlich der Straße liegt hoch oben über dem Geschehen der Ort Casso direkt an einer Steilwand. Von dort aus kann die nun kalhe Abbruchkante des Berges mit am Besten eingesehen werden, was ich unwissenderweis nicht gemacht habe.

San Oswaldo - Westrampe Mitte SeeDen heutigen See bekommt man später noch vor die Augen, aber liegt er weit unterhalb der Straße. Das Panoramabild zeigt gut, wo ursprünglich die Ufer lagen und geplant waren. Von der Hauptstraße aus, von der ich das Bild aufgenommen habe, sollte man sich normalerweise fast auf Seehöhe befinden.

San Oswaldo - Westrampe Mitte gedachtes Ufer Pano

Den See und seine Geschichte hinter sich lassend, passiert man wenige Fahrkilometer später die Passhöhe. Eine Kapelle und ein Parkplatz, schon geht es wieder bergab und auf die lange Westrampe.

Die befindet sich auf dem ersten kleinen Teilstück im Wald und ist eine kurvenreiche Sache, doch schnell ist wird die Landschaft wieder offen. Rechts liegt der Bergeinschnitt, an dem die Straße die nächste Zeit entlang führt.

San Oswaldo - Ostrampe oben freie Fläche Pano

Bei Cimolais überquert man auf einer Brücke das erste Mal den Fluß Cimoliana, verliert diesen für einen Kilometer aus den Augen, überquert ihn ein weiteres Mal, bekommt von seiner Namensänderung in Cellina nicht viel mit, und hat ihn von da an längere Zeit links der Straße liegen. Ein Flußbett breit wie der Rhein, im Sommer nur vom schmalen Rinnsaal genutzt, das seinen Weg frei nach Laune zu suchen scheint.

San Oswaldo - Ostrampe Mitte Flußbett

Die gut geteerte Straße kann schnell gefahren werden, mit wenigen Ausnahmen ist das Flußbett die ganze Zeit über zu sehen. In schnellen Kurven schlängelt sich die Straße am Ufer entlang. Eigentlich sollte man meinen, mir wäre das zu langweilig gewesen, aber tatsächlich fand ich das Stück recht entspannend. Interessant fand ich den Kontrast zu den hinter mir (westlich) liegenden Dolomiten, die weniger trocken als denn viel saftiger aussehen, grün bewachsene Berge, viel Verkehr, besonders was Motorradfahrer angeht. An dieser Westrampe fühlte ich mich eher wie in den Pyrenäen, warum genau kann ich jedoch nicht sagen. Auf jedenfall fühlt es sich nicht wie die überfüllten Dolomiten an.

San Oswaldo - Ostrampe unten FußgängerbrückeIrgendwann taucht dann tatsächlich doch noch ein vernünftig großer See auf. Der Lago di Bàrcis breitet sich rechts der Straße aus und präsentiert sich als herrlicher Anblick. Gleich am westlichen Ende wird der Fluß an der letzten schmalen Stelle von einer Fußgängerbrücke überquert, die kaum übersehen werden kann. Von dan an gibt es unzählige Rastmöglichkeiten mit Tischen, Bänken und/oder direkt am See.

San Oswaldo - Ostrampe unten Parkplatz am SeeSehr sympatischer Anblick, das kühle Nass und die teilweise großzügig angelegten Erholungsmöglichkeiten an seinen Ufern, von denen manche kostenpflichtig sind. Wer eine kleine Pause einlegen oder ein Restaurant besuchen möchte, der sollte im Ort Barcis fündig werden. Sogar eine Tankstelle ist vorhanden, es ist also für alles gesorgt.

Am Ostende ist der See aufgestaut. Geradeaus geht es weiter nach Osten (im Panoramabild links) zum Pala Barzana(n) oder durch mehrere Tunnel und tief ins Flachland hinein.

San Oswaldo - Ostrampe unten Lago di Barcis Pano

San Oswaldo - Ostrampe unten Osteria SandwichWer über die Mauer fährt wird am der gegenüberliegenden Ufer das Restaurant Osteria Ponte Antoi finden. Ich habe dort im Jahr 2011 eine Regenpause eingelegt und währenddessen leckere Snacks gegessen. Abgesehen davon ist der See sehr gut zu überblicken. Am Restaurant vorbei geht es zudem hoch nach Piancavallo(n), einem Skiort der von Norden her über eine schmale und kurvenreiche Strecke zu erreichen ist.

Fazit:
Auch wenn er für mein Empfinden eigentlich zu geradlinig, zu gut ausgebaut und wenig abwechslungsreich erscheint, fand ich die Fahrt über den San Oswaldo eine rundherum nette Anglegenheit. Der ungewöhnliche Nicht-Stausee im Westen, die lange Reise am Flußbett entlang und zu guterletzt der schöne See ganz im Osten ist eine gut gelungene Mischung. Und das sage ich, der ab da erst in Regen und anschließen in Stark-Stark-Regen geraten ist!


Straßenverhältnisse :

Abgesehen von der Engstelle im Tunnel ganz im Westen wird die komplette Strecke auf 2 breit ausgebauten Fahrbahnen überquert. Die Qualität des Asphalts war im Jahr 2011 gut bis sehr gut.


Ein-Ausfahrt :

Die westliche Einfahrt in und um Langarone ist etwas verzwickt zu finden. Es sollte sich nach Erto gerichtet werden, das auf Seehöhe liegt, der Pass wird nicht erwähnt. Ähnlich sieht es im Osten aus, auch da ist nicht der Pass ausgeschildert, dafür die Orte Bàrcis und Langarone.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

San Oswaldo - Passhöhe von WestenRund um die Passhöhe geht es kurvig durch teilweise dichten Wald, die Passhöhe selbst wird jedoch auf einer Geraden überquert. Es gibt eine kleine Kapelle, die wegen Renovierungsarbeiten bei meinem Besuch nicht zugänglich war. Ob das Dauerzustand ist kann ich nicht sagen. Gleich neben der Kapelle gibt es einen Parkplatz für eine begrenzte Anzahl Autos, den ich meiste Zeit ganz für mich alleine hatte.
San Oswaldo - Passhöhe ParkplatzSchön ruhig war es da oben, natürlich sofern gerade kein Auto vorbei fuhr. Für eine Rast eignet sich die Passhöhe weniger gut, eher sollte man am östlich gelegenen Lago di Bàrcis Ausschau halten, eventuell sogar die im Text erwähnte und gleich am See gelegene Osteria in Betracht ziehen.



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Duran (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung


Links zum Thema:
http://www.youtube.com -
      ==> .../watch?v=rJsPxxzNASQ - Eroberung der Alpen
Video-Portal Youtube

http://de.wikipedia.org -
      ==> .../wiki/Vajont-Staumauer - Vajont Staumauer
Allseits bekanntes Online-Lexikon.

http://www.ponteantoi.it - Webseite des Restaurants am unteren Ende der Ostrampe.

Blogbeiträge
San Oswaldo & Mauria --- vom 7. Oktober 2014

2011er Pässe --- vom 2. September 2011

Ostalpen - Tag 10 --- vom 17. Juli 2011


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