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San Oswaldo & Mauria
Dienstag, 7. Oktober 2014 - 21:10 Uhr

Wieder geht es ins östliche Italien, genauer nach Venetien. Beide heute vorzustellende Pässe bin ich bereits 2011 gefahren, sie liegen auf der Grenze vom Trentino im Westen und Venetien im Osten. Was mir bei diesen regionüberschreitenden Strecken häufig auffällt: An der Grenze ändert sich schlagartig die Qualität der Piste. Bis zum entsprechenden Schild kann man gut fahren, auf einmal wirds ruppig, oder natürlich umgekehrt. Als würde kein italienischer Arbeiter auch nur einen Meter in das Gebiet der "feindlichen" Region hineinackern.

Es geht um folgende Beide:
Passo di San Oswaldo
Passo della Mauria

Der Passo di San Oswaldo beginnt im Westen mit einer historischen Tragödie. Es geht vorbei am ehemaligen Stausee Lago del Vaiònt.



In den 60er Jahren ist eine Bergflanke in den gefüllten See gerutscht, eine Welle schwappte über die Mauer und zerstörte den Talort Langarone. Die Mauer hat es überstanden, doch der See wird seitdem nicht mehr aufgestaut.

Ist man an den Überresten von See und Bergrutsch vorbeigefahren, passiert man die Passhöhe in ruhiger Umgebung.



Viel ist oben nicht los, kein Restaurant oder Hotel, nur Kapelle und Parkplatz. Die gut ausgebauten Ostrampe liegt lange Zeit am breiten und im Sommer sehr vertrocknet wirkenden Flußbett des Cellina.



Der endet später im schönen und langgezogenen Lago di Bàrcis, der zahlreiche Rastmöglichkeiten bereit hält.



Den nördlich parallel verlaufenden Passo della Mauria empfand ich dagegen als so lala. Die Ostrampe ist sehr lang und eher langgezogen, breite Piste und schnelle Kurven.



Auf der Passhöhe stehen mehrere verlassen wirkende Gebäude, und ein Cafe/Restaurant.



Die Westrampe ist scheinbar bei Anhängern der Vollgasfraktion sehr beliebt. Wie kaum einmal auf anderen Pässen in Venetien sind mir dort sehr viele hochdrehende Vierzylinder begegnet, die mit Frequenzen im Ultraschall an mir vorbeigedonnert sind.



Zusammenfassend kann man sagen: Den Passo di San Oswaldo fand ich durchaus fahrendswert, den Passo della Mauria eher langweilig, doch glücklicherweise gibt es genügend Alternativen dadrüber und dadrunter.

Bald bin ich durch, bald habe ich alle im Jahr 2011 gefahrenen Pässe aus Venetien beschrieben. Wird auch Zeit, sind ja schon ein paar Jahre vergangen, seitdem.

Macht es gut.
Martin


Kommentare:

Daniela Weber

Donnerstag, 15. Januar 2015 - 16:55 Uhr

Sind durchaus interessante impressionen :I) wir sind in 4 monaten auch dort so bin ich auf den blog gestoßen


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