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San Bernardino |
Passo del San Bernardino |
Schweiz |
Alpen |
2065 m |
70 km |
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Karte: 
Siehe Hinweis in den EAs
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Fährt man den San Bernardino aus Norden an, kommt man wahrscheinlich vom Splügenpass. Die Transitstrecke zwischen Splügen und Bernardino ist in der Schweiz etwas anstrengend, weil hier die teure vignettenpflichtige Autobahn direkt neben der Landstraße der freien Welt liegt.
Ab dem kleinen Örtchen Hinterrhein fängt dann entgültig die Auffahrt zum Bernardino an.
Und es geht direkt es richtig los, auf gutem Asphalt kommt direkt zu Anfang eine Kehre nach der anderen, es müssen viele Höhenmeter auf kurzer Strecke bewältigt werden. Auf mehreren Dutzend Kehren schraubt sich der gemeine Biker nach oben, den Ausgangspunkt Hinterrhein bzw. die Hauptstraße im Tal ist in diesem Abschnitt oft von der Straße aus zu sehen, obwohl man den Eindruck hat, sich schon viele Kilometer von diesem Punkt entfernt zu haben.
Richtig dicht bewaldet ist es in der unteren Hälfte der Nordrampe eigentlich nie, die Straße ist lediglich von vielen Bäumen flankiert, die Sicht ins Tal ist jedoch kaum einmal behindert.
Im oberen Teil wird es dann schnell sehr kahl, nur kleine Büsche sind abseits der Straße zu sehen. Das noch immer gute Asphaltband windet sich durch die Landschaft, wunderschön zu fahren, unter anderem weil die vor einem liegende Strecke gut einsehbar ist.
Während man weiter nach oben fährt, ändert sich der Anblick der Landschaft auf eine unspektakuläre, aber selten an anderen Pässen gesehe Art. Die Berghänge sind nicht wie vielerorts nur geprägt durch weite Wiesen und Felder, sondern sie sind gespikt mit glattgeschliffenen Felsen. Für gewöhnlich sind Berghänge entweder graue rauhe Felsen ODER grüne Wiesen, hier ist beides wild vermischt, die Farben Grau und Grün sind willkürlich verteilt. Dieses Landschaftsbild begleitet einen bis zur Passhöhe, während sich die Straße in motorradfreundlicher Manier durch die Gegend windet.
Auf der Passhöhe wird man von einem Hotel mit Außenterrasse empfangen, und einem sehr ansehnlichen Bergsee. Der San Bernardino ist von den umliegenden Pässen am Besten für eine längere Pause geeignet.
Die ersten Kilometer auf der Südrampe sind so schön zu fahren wie die gesamte Nordrampe (ab Hinterrhein), und bis hinunter nach San Bernardino ist man ähnlich lange unterwegs. In Bezug auf Kehren und Kurven schenken sie sich nichts, auch die Landschaft ist sehr ähnlich.
Ab San Bernardino bleibt einem die Wahl, gleich zwei Wege führen ins Tal. Zum einen die gut ausgebaute Hauptstraße A13, die auf halber Strecke Richtung Tal zur Autobahn wird, zum anderen die alte und kleinere Passstraße. Selbstredend habe ich letztere genommen und es keinen Meter bereut.
Der Weg bis runter nach Mesocco ist traumhaft zu fahren. Die Piste ist etwas breiter als im oberen Bereich, aber wie der bisherige Weg gut gepflegt. Noch dazu kommt, das der meiste Verkehr über die A13 führt, somit ist auf dem kleinen Nebensträßchen nichts los. Ich bin dort wirklich nur sehr wenigen Fahrzeugen begegnet, und davon waren die meisten auf motorisierten Zweirädern unterwegs. In Mesocco fährt man auf Kopfsteinpflaster duch den Ort, der einen netteren und romantischeren Eindruck macht, als so manch anderer am Wegesrand.
Danach ist der kurvige Teil der Passfahrt jedoch zuende. Die letzten fast 30 Kilometer bis zur süd-östlichen Ausfahrt nahe Bellinzona sind Tieffluggebiet, das auf langen und wenigen Kurven durchfahren wird. Die Anzahl der Orte steigt je tiefer man ins Tal kommt, und will man die Kleinstadt Bellinzona durchfahren braucht man entweder viel Geduld oder einen Sinn für City-Sightseeing.
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Die Straße ist fast durchgängig 2 Fahrspuren breit, nur um die Passhöhe herum ist die Straße ein klein wenig schmaler. Zudem ist sie in gutem bis sehr gutem Zustand, d.h. kaum Risse oder Wellen. Ich habe selten einen so schönen und kurvigen Pass befahren, dessen Asphalt derart gut und für sorgenfreies Fahren wie geschaffen war.
Der Tunnel unterm Bernardino ist ganzjährig geöffnet.
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Die Nordrampe hat ihren Anfang in Splügen, wo auch die Nordrampe des Splügenpass beginnt. Dort muss man etwas Vorsicht walten lassen, das man nicht versehentlich auf der Bezahl-Autobahn landet, eine kostenfreie Landstraße (gleicher Bauart, nur weniger Verkehr) liegt direkt daneben.
Die Südrampe startet in Arbedo nahe Bellinzona.
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Die Passhöhe selber ist eine der pausenfreundlichsten in der Gegend, alles rund herum, das heißt Splügen, Lukmanier und Gotthard empfand ich als weniger geeignet für einen netten Zwischenstopp. Das Restaurant kann mit fast romantischer Aussicht in die Umgebung und auf den nahegelegenen See aufwarten. Dort halten auch viele Biker, somit ist gleichgesinntes Publikum garantiert.
Der See ist von allen Seiten sehr ansehnlich, Leute mit kleinem Hang zum Fotografierwahn werden dort ihre Freude haben.
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Rofla-Schlucht
Val Cannobia
Keine Einträge vorhanden.
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