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Splügen

Kurzbezeichnung :

Splügen

Originalname :

Passo dello Spluga

Land :

Italien/Schweiz

Gebirge :

Alpen

Öffnungszeiten :

1. Jun - 30. Sep

Höhe :

2113 m

Max. Steigung :

13 %

Länge :

41 km

Lat/Long:  46.505600 9.330280  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Splügen - Südseite Einfahrt Schild + AutoDer Splügenpass bzw. Passo dello Spluga kommt auf beiden Seiten sehr schnell zur Sache. Im Süden beginnt er im verkehrsreichen Ort Chiavenna, kurz dahinter erscheint auch schon das auf die kommenden Probleme aufmerksam machende Schild. Wenig später begegnen einem die ersten Kehren und Felsdurchbrüche, die Straße ist so dicht an die felsigen Schluchtwände gebaut wie an nur wenigen anderen Pässen. Die Kehren sind wegen des Platzmangels sehr eng und Bergdurchfahrten häufig.

Splügen - Südrampe Mitte Tunnel + BahnAn manchen Stellen kommt alles zusammen: Eine Kehre, ein Tunnel, noch eine Kehre, eine Galerie und ein Tunnel, und viele zum Teil sehr schlecht geflickte Straßenschäden. Um die Angelegenheit für Straßenbauer noch etwas schwerer zu machen, kurvt dazwischen auch noch eine Bahntrasse herum. Die meisten der Tunnel sind unbeleuchtet, an einem sehr hellen Tag und ungünstig einfallendem Sonnenlicht fährt man in ein schwarzes Loch hinein und sieht im Inneren nichts mehr. Mindestens zwei der Tunnel sind sehr dunkel und/oder liegen auch noch in einer Kurve.

Splügen - Südrampe GalerieDer schwierigste Bereich befindet sich zwischen den Orten Campodolcino und Pianazzo, dort kommt ein Tunnel nach dem anderen und es sieht alles sehr unübersichtlich aus. In den Jahren 2009 und 2010 hatte ich Glück, es herrschte wenig Verkehr, aber 1999 bin ich in diesem Teilstück so langsam in einer Autokolonne mitgefahren, das ich mich und Bike in den Kehren nicht selten mit den Füßen abstützen musste. Mindestens in diesem Stück ist Überholen kaum möglich.

Splügen - Südrampe 2 TunnelInsgesamt habe ich 8 Galerien und 10 Tunnel gezählt, allerdings sind die Zahlen ohne Gewähr, ich möchte fast wetten das ich mich verzählt habe. Bei den vielen dunklen Tunneln, Engstellen, Spitzkehren und Straßenschäden ist die Südrampe nicht einfach zu fahren. Auf tiefe Kurvenlagen und Sightseeing sollte man hier nicht fixiert sein, sämtliche Aufmerksamkeit muss der Straße und dem Straßenverlauf gewidmet werden. Die Landschaft kann begutachtet werden, wenn der Mittelteil geschafft ist, man sich oberhalb von Pianazzo wiederfindet und der härteste Teil hinter einem liegt.

Splügen - Südrampe oben Straße an AbgrundDort gibt es eine Abzweigung, die rechte Hand über einer Nebenstraße hinauf nach Madesimo führt. Der Ort scheint das Ziel Vieler zu sein, denn der wenige Verkehr den ich 2009 hatte, halbierte sich an der Stelle schlagartig. Auf der weiteren Fahrt nach oben wird es wieder etwa offener. Kurven und Kehren gibt es auch dort, aber aus der engen und felsigen Schlucht ist man heraus, somit kann die Aussicht wieder genossen werden. Nachdem es zuerst etwas waldig ist, wird die Landschaft nach wenigen Kilometern kahl, flacher und grüner, bevor man den Stausee Lago di Montespluga zu Augen bekommt.

Wo es grün und flach ist gibt es auch Weideflächen, daher muss hier mit entsprechenden Vorkommnissen rechnen, d.h. gemütlich durch die Gegend schlendernde Kühe oder deren Dreck auf der Straße. Oberhalb des Sees liegt Montespluga, der letzte Ort vor Erreichen der Passhöhe.

Splügen - Südrampe oben Montespluga     Splügen - Südrampe See     Splügen - Südrampe oben See + Kühe

Hinter dem Ort sind es nur eine handvoll Kehren, dann hat man den Scheitelpunkt der Fahrt erreicht. Die Passhöhe präsentiert sich kurz und knapp mit einem Grenzübergang und Parkreihen. Für eine längere Pause ist sie weniger gut geeignet und für gewöhnlich nicht sehr voll, allerdings scheinen dort auch Touries mit Bussen hochgekarrt zu werden, nur um Mal ein paar Fotos zu machen.

Splügen - Nordseite oben noch vor KehrengewirrDer Weg hinunter in den Zielort Splügen ist schnell erklärt und ebenso schnell durchfahren. Fast direkt an der Passhöhe beginnt ein sehr kurven- und kehrenreicher Abschnitt, bei dem alle Richtungswechsel im offenen Gelände liegen. Ist grade wenig Verkehr unterwegs, was leider eher selten der Fall sein soll, ist dieser Abschnitt herrlich zu fahren. Während der Fahrt hat man zudem die Berge hinter Splügen die meiste Zeit im Blick. Dabei handelt es sich um einige schneebedeckte 3000er, der mit der im Wolkenschatten liegenden Spitze ist das Teurihorn.

Splügen - Nordrampe oben Kehren von SeitePrunkstück der Nordrampe ist jedoch ein Kilometer, auf dem 10 Kehren feinster Art parallel nebeneinander liegen, die alle von oben wunderbar einzusehen sind. Da auch dieses Teilstück in offenem Gelände liegt, stört kein Baum den Blick auf dieses gnadenlos schön anzuschauende Stück Straße. In voller Gänze lässt es sich nur mit einem Panoramabild zeigen, das trotz diverser Verzerrungen sicher Lust auf mehr macht.

Splügen - Nordrampe oben Kehren Panorama

Splügen - Nordrampe Mitte GeradeGleich dahinter, im Panoramabild oben links zu sehen, beginnt ein geradliniger Abschnitt, indem die Straße ohne nennenswerte Kurven Richtung Norden führt. Kurz vor Erreichen des Talortes sind norch 4 Kehren in waldigem Gebiet zu absolvieren, dann ist das Ende der Passfahrt erreicht. Im Talort Splügen muss man etwas aufpassen, will man weiter zum San Bernardino fahren, aber nicht versehentlich auf der kostenpflichtigen schweizer Autobahn landen. Mehr dazu siehe Ein- und Ausfahrt.

Fazit:
Splügen - Nordrampe oben Kehren + Bike 3DDer Verkehr kann etwas stressig werden, wobei ich zweimal Glück und einmal Pech hatte. Die tunnelige Südrampe hat den höheren Abenteuer-Faktor und ist schwieriger zu fahren, die Südrampe bietet dagegen tiefere Kurvenlagen in freiem Gelände. Mein Tipp ist ganz klar: Der Pass im Ganzen ist eine Reise Wert. Wer sich gerade im nördlichen Talort Splügen aufhält, aber nicht die ganze Strecke bis hinunter nach Italien fahren möchte, sollte sich auf jedenfall den Weg bis zur Passhöhe und wieder zurück gönnen. Herrje, zweimal 10 Kilometer, zweimal über 20 Kehren und ähnlich viele Kurven ...
Brauchts da noch irgendwelche Argumente?


Straßenverhältnisse :

Splügen - Südrampe unten StraßenschädenAuf der italienischen Südseite ist der Belag meistens mies und mit vielen Hubbeln, Rissen und Längsrillen ausgestattet. An manchen Stellen sieht es aus, als wären 2 Asphaltschichten übereinander gelegt worden und von der oberen einige Stellen weggebrochen. Die schweizer Nordseite ist zwar nicht selten bitumiert, aber ansonsten ist der Belag gut bis sehr gut.
Auf beiden Rampen ist die Fahrbahn meistens 1,5 Spuren breit, wobei es besonders im tunneligen Bereich der Südrampe viele engere Stellen gibt und die Straße im Tal für gewöhnlich breiter augebaut ist.


Ein-Ausfahrt :

Im italienischen Süden geht es in dem großen Ort Chiavenna los, der recht überlaufen sein kann und die Durchfahrt eventuell etwas länger und nerviger wird. Wer vom Lago di Como kommt sollte sich überlegen, die letzten 15 Kilometer nach Chiavenna auf einer westlich liegenden Parallelstraße zu meistern. Die Hauptstraße ist von jeder Art Fahrzeug (groß, breit, schnell, langsam) stark frequentiert, die Nebenstraße ist trotz des höheren Navigationsaufwandes entspannender.
San Bernardino - Nordrampe unten ZufahrtIm Norden ist die Zufahrt zum Pass unkompliziert, im kleinen Ort Splügen ist der Pass ausgeschildert. Kommt man von Splügen und will weiter zum San Bernardino, ist als Erstes der Weg über die Autobahn ausgeschildert, der Weg über die Landstraße liegt auf der anderen Seite der Autobahn, somit das erste Hinweisschild ignorieren und über die Brücke fahren.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Splügen - Passhöhe GrenzsteinAuf der schweizer Seite, knapp einen Kilometer unterhalb der Passhöhe, steht das Berghaus Splügen, Telefonnummer (081) 664 12 19. Im Juli/August sollte man vorher reservieren. Direkt auf der Passhöhe gibt es lediglich eine Grenzstation mit wenig motivierten Zöllnern, und ein wenig Parkraum.

Splügen - Passhöhe Pano 2010



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Julier (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung

Blogbeiträge
Rund um Splügen --- vom 22. September 2011

Trentino-Tour Tag 20 --- vom 23. Juli 2010

Costa Quanta --- vom 21. Januar 2010

Schweizer Pässe --- vom 21. Dezember 2009


Kommentare/Meinungen zum Pass:

Mätes sf

Montag, 18. April 2011 - 03:12 Uhr

1999 hing ich auch im Stop and Go Verkehr, war sehr nervig.
2009 hatte ich jedoch Glück, konnte da fast alleine und ungestört hochfliegen.
2010 habe ich lediglich die Nordrampe zweimal kurz befahren.

Und Wohnwagen, schau dir mal meinen Bericht zum Aubisque an

Gruß
M


Karl

Dienstag, 29. März 2011 - 12:23 Uhr

ich bin ein häufiger Splügenpass Fahrer, sicher schon 200 mal, oder mehr.
Mich nerft, wenn z.B. ein Holländer mit Wohnwagengespann über den Pass fährt und zudem nicht die Umfahrung Isola nimmt. Es hat viel weniger Kurven und Gallerien. Zugegeben, es sind ein paar Kilometer (ca. 5Km) und 5 Minuten mehr.


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