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Agnes |
Col d'Agnes |
Frankreich |
Pyrenäen |
1570 m |
14 km |
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Kommt man aus westlicher Richtung, aus dem Ort Aulus les Bains, fährt man zuerst auf einer langen Geraden mit vielen Schlenkern. Der Asphalt ist rauh aber gut. Nie geht die Strecke durch dichten und dunklen Wald, vielmehr ist sie großzügig in die stark bewachsene Landschaft gelegt worden, fast immer fährt man mit ausreichend Blick zum Himmel Richtung Spitze. Hin und wieder lässt der Bewuchs im unteren Teil den Blick frei auf den Ort Aulus les Bains, was mir jedoch wegen der tiefen Wolkendecke an dem Tag nicht (fotografierwürdig) vergönnt war.
Im mittleren Drittel wird es langsam aber sicher kehriger, innerhalb der Richtungswechsel ist gut zu erkennen, wie grün und bewaldet die Umgebung ist, hohe Bäume wo man nur hinschaut. Ortschaften oder breite Straßen gibt es südlich der Westrampe kaum welche, lediglich Wanderpfade und mehrere Seen sind in dem Gebiet zu finden.
Kurz vor der Passhöhe wird es dann doch etwas kahler, und die letzten Höhenmeter bis zum Ziel auf 1570 Meter werden auf einer ganzen Reihe Kehren genommen. Erst in diesem Bereich hat man die Möglichkeit, einen ungehinderten Blick auf die untenliegende Straße und die grünen Wälder innerhalb der Schlucht zu werfen, wohlwollendes Wetter vorausgesetzt. Im letzten Kehrengewirr gibt es eine kleine Parkbucht, in der auch Autofahrer kurz anhalten und die Aussicht genießen können.
Die Passhöhe ist natürlich gehalten, auf ihr steht kein Gebäude. Links und rechts gibt es überall Kuhweiden, die ausgiebig von Wiederkäuern genutzt wird. Diese müssen sich jedoch nicht zwingend nur auf den Weiden aufhalten, sondern unternehmen auch gerne einen Ausflug zwischen die Autos oder auf die Straße. Ansonsten ist sie unbewohnt, außer einem kleinen Parkstreifen gibt es dort ... nichtmal eine Bank zum Hinsetzen.
Auf der Nordseite ist die Piste meist wellig und ruppig, und selten mehr als 1,5 Fahrspuren breit. Zudem ist es vom ersten Meter an sehr kahl. Nicht komplett baumlos, aber viel wächst dort nicht, der Blick in die Landschaft und die umliegenden Berge ist mindestens bis zur Kreuzung mit dem Port de Lers ungehindert möglich.
In direkter Nähe zu dieser Kreuzung liegt ein kleiner See, der Etang de Lers. Er ist, ganz abgesehen von seinem schönen Anblick, in gewisser Weise das Highlight und zugleich der Anziehungspunkt der Nordrampe. Kommt man von der Passhöhe des Agnes, pirscht man sich auf mehreren Kilometern über offene Fläche an ihn heran, und sein Blau mitten im Grün des Grases der Landschaft sticht ins Auge.
Schon einige Kilometer vor dem See sind mir einige, wie ich meine WILD-Camper ins Auge gefallen, die es sich ein paar Meter Abseits der Straße gemütlich gemacht haben. Scheinbar ist der Col d'Agnes dafür gut geeignet und dementsprechend beliebt. Rund um den See haben sich ebenfalls einige Camper eingerichtet, anhand der Anzahl glaube ich hier jedoch nicht an Wildcamper, wahrscheinlich wird alles von dem Restaurant oberhalb des Sees organisiert.
Bis hierhin war der Col d'Agnes wirklich sehr schön und nur zu empfehlen. Weiter bergab nach Massat bin ich ihn nicht gefahren, da ich kurz unterhalb des Sees die Abzweigung zum Port de Lers genutzt habe. Ist der Rest der Nordrampe ähnlich schön wie der obere Teil, dann habe ich in der Tat etwas verpasst.
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Im Westen ist die Straße 2 Spuren breit und halbwegs gut in Form. Die Nordrampe ist schmaler und mit vielen Wellen und Hubbeln durchzogen, aber immernoch gut fahrbar.
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Die Westrampe beginnt im Ort Aulus les Bains, wo auch der Col de Latrape und das Vallée du Garbet enden. Die Nordrampe endet am Etang de Lers an der D18, die weiter nach Osten über den ebenfalls sehr nett zu fahrenden Port de Lers führt.
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Auf der Passhöhe gibt es nur einen kleinen Seitenstreifen zum Parken, und darüber hinaus viele Kuhweiden. Bei gutem Wetter hat man zudem eine gute Aussicht auf die sehr grüne Westrampe und die eher kahle Nordrampe.
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