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Graille

Kurzbezeichnung :

Graille

Originalname :

Pas de la Graille

Land :

Frankreich

Gebirge :

Alpen

Höhe :

1597 m

Länge :

44 km

Lat/Long:  44.115429 5.833032  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Der Pas de la Graille ist in der Landkarte als kleines Sträßchen eingezeichnet und zudem als landschaftlich schöne Strecke markiert, daher wollte ich ihn auf meinem Weg von der Provence in die Pyrenäen unbedingt mitnehmen. Die Landschaft stellte sich auch als sehr angenehm heraus, aber ganz eindeutig überwogen am Ende die Schattenseiten dieses Passes ...

Graille - Nordrampe untenDie Nordrampe beginnt auf der D946 westlich von Sisteron. Kurz hinter dem Ort Valbelle wird die Straße schmaler als 1,5 Fahrspuren und führt durch dichten aber nich allzu hohen Wald. Um die Straße herum ist es herrlich grün und man fährt bei geringem Tempo auf unzähligen Kurven. Der Belag ist auf den ersten zwei Dritteln der Auffahrt recht grob, an einigen Stellen ist etwas Asphalt abgesplittert aber es gibt wenige Risse in der Straßendecke und er ist gut zu fahren. Bis dahin wirklich toll, so sollte es weitergehen.

Tut es aber nicht. Etwa 7 bis 10 Kilometer vor der Passhöhe hat man das Gefühl auf einem Waschbrett zu fahren. Die Schäden sind nicht sichtbar, aber deutlich fühlbar. Als würden Baumwurzeln im 10-20 Zentimeterabstand quer unter der Fahrbahn verlaufen. Ein einziges Geruppel. Man beißt die Zähne zusammen und hofft, das auf der Passhöhe damit Schluß ist.

Graille - Nordrampe MitteLandschaftlich ist er aber noch immer so reizvoll wie im unteren Bereich. Dort ist man noch durch weiten Wald gefahren, aber je weiter man nach oben kommt, umso häufiger fährt man an einer Bergwand entlang. Wer sich die Wand etwas genauer anschaut, wird dort viele Bäume sehen, deren Wurzeln langsam aber sicher die Böschung bearbeiten und frei in der Luft hängen.

Die Pistenverhältnisse ändern sich derweil nicht, die ganze Zeit fühlt man sich wie auf Kopfsteinplaster, was bis hoch zur Passhöhe anhält. Diese ist sehr verlassen und schön anzuschauen.

Graille - Passhöhe Pano von oben

Hinter der Passhöhe geht es auf den nächsten Kilometern zuerst noch bergauf (im oberen Panoramabild die Straße links). Die Landschaft ändert sich radikal, von dem Wald der Nordrampe ist nichts mehr zu sehen, es wird sehr kahl, höchstens Büsche sind in den weiten Graslandschaften zu sehen.

Graille - Südrampe oben Pano Signal

Kurze Zeit später fährt man am Signal de Lure vorbei, einer großen Sendeanlage, die über einen Schotter-Fußweg erreicht und aus dem Nähe begutachtet werden kann. Dort war auch recht viel los, wohingegen ich auf der Passfahrt selber nicht viele Fahrzeuge gesehen habe. Im oberen Panoramabild ist die Anlage links im Hintergrund zu erkennen.

Graille - Südrampe oben Pano Signal 2

Wer übrigens denkt, das die Straßenverhältnisse seit der Passhöhe besser geworden sind, liegt leider falsch. Auch weiterhin fährt man auf gut aussehender aber trotzdem mieser Piste. Man kommt fast in die Versuchung, den nervig vibrierenden Lenker einfach mal loszulassen.

Graille - Südrampe Mitte KurveDie Südrampe, die ich wegen des stetig steigenden Blutdrucks extrem schnell gefahren bin, ist fast die gesamte Strecke lang 2 oder mehr Fahrspuren breit. Häufig sind längere Geraden zu durchfahren, die durch 2-3 kurz hintereinander auftauchenden Kehren unterbrochen werden. Wie im oberen Teil ist die Landschaft weniger stark bewaldet. Würde der Asphalt nicht derart ruppig sein, wäre auch dieses Stück schön zu fahren, auch wenn die Fahrt nicht ganz so gemüglich ist wie auf der engen und vielkurvigen Nordrampe.

Fazit:
Der Pas de la Graille ist landschaftlich sehr reizvoll und führt auf der Nordseite durch schönen dichten Wald.
Aber dieses ehlende Geruppel ging mir am Ende sowas von auf die Nerven, das ich wahnsinnig, wahnsinnig, wahnsinnig erleichtert war, als ich endlich die gut geteerte Hauptstraße erreicht hatte. Beim Belenus!


Straßenverhältnisse :

Die Piste ist ein grauenhaftes Pflaster. Ich habe nichts gegen Wellen in der Straße, im Gegenteil, die kleinen und schlechteren Strecken bevorzuge ich mit meiner Yamaha XT sogar, und auch gegen Schotterpisten habe ich nichts einzuwenden. Aber so einen Mist habe ich noch nicht erlebt. Fast die ganze Zeit hat man ein Zittern in den Armen. Auf den ersten Kilometern fand ich das irgendwie interessant, aber als es nicht aufhören wollte, stieg der Ärger in mir immer weiter. Ich fahre Pässe, weil es mir Spaß macht, und nicht um mich mit aller Gewalt hinüber zu kämpfen.
Wer nicht wirklich eine weich gefederte Maschine und ein weiches Sitzpolster hat, dem kann ich vom Pas de la Graille nur abraten. Für so eine Strecke würde ich einen Chopper mit ausgelutschten Stoßdämpfern und gummigelagerten Griffen empfehlen.
Trotz der wirklich schönen und kurvigen Strecke werde ich dort frühestens 2020 nochmal vorbeischauen, es sei denn, jemand berichtet von einer komplett und frisch geteerten Piste.


Ein-Ausfahrt :

Die Einfahrt auf die Nordrampe ist mitten auf der D946 zu finden, etwa 7 Kilometer westlich der Kleinstadt Sisteron. Auf der D946 ist der Ort Valbelle, die Straße D53 und ich glaube auch der Pass selber ausgeschildert.
Die Südrampe endet im Ort Saint Etienne les Orgues.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Die Passhöhe, die nicht der höchste Punkt der Fahrt ist, gibt sich klein, einsam und verlassen. Die Nordseite bietet Aussicht in die grünen Weiten, und einen Parkplatz, der vor allem von Wanderern genutzt wird. Der Ausblick von der Südseite geht in kahleres Gebiet, in dem man weit schauen kann.

Graille - Passhöhe Pano von Norden

Graille - Passhöhe Pano von Süden



Pässe/Strecken in der Nachbarschaft

Blogbeiträge
Provence + Jura --- vom 9. Juni 2010


Kommentare/Meinungen zum Pass:

S. Schwan

Mittwoch, 13. Februar 2013 - 21:31 Uhr

Pas de la Graille/Signal de Lure,
eine wirklich gute Beschreibung der Strecke und Gegebenheiten obwohl ich finde, daß die Straßenbeschaffenheit etwas zu schlecht wegkommt. Angesichts der super Hohenstraße mit Aussicht in alle 4 Richtungen sollte man dies nicht zu hoch bewerten. Zumal nicht die Fahrer die lieber Piste fahren würden. Ansonsten vielen Dank für deine Berichte. Ich freue mich auf jeden einzelnen. Mach weiter so!
v.G. S. Schwan


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