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Manghen

Kurzbezeichnung :

Manghen

Originalname :

Passo del Manghen

Land :

Italien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

2042 m

Max. Steigung :

15 %

Länge :

38 km

Lat/Long:  46.173378 11.441348  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Manghen - Nordrampe unten KletterparkDer im Norden an einem gut ausgebauten Kreisverkehr beginnende Passo del Manghen zeigt gleich auf den ersten Metern, das er nicht mit einer Schnellstraße zu verwechseln ist. Während kurz nach der Einfahrt auf der linken Seite an einem Kletterpark vorbeigefahren wird, ist die Straße von Anfang an eher schmaler und schrumpft nach 5 Kilometern auf maximal 1,5 Spuren Breite.

Manghen - Nordrampe Mitte Kehre WaldDas ist aber nicht das Ende vom Lied, den es wird schmaler und schmaler, bis nur noch eine Fahrspur übrig bleibt, die an Teile der Gavia-Südrampe erinnern. Es macht mehr den Eindruck von einem gut geteerten Fahrradweg, der sich durch immer dichter werdenden Wald schlängelt. Mit dabei sind extrem enge 1. Gang Kehren, die selbstredend schlecht einsehbar sind und im Kehreninneren hefig Steigung haben. Ansonsten ein herrlich sympatisches, kleines Sträßchen, und überall daneben die untenrum wie abgenagt wirkenden Bäume, die tiefe Sicht in den Wald erlauben, obwohl sie dicht an dicht stehen.

Manghen - Nordrampe oben Biker 99Die Straße ist so schmal, das selbst sich begegnende Motorräder das Tempo drosseln sollten. Trifft man als Zweiradler auf ein Auto, muss an vielen Stellen einer in den Dreck. Aber damit hatte ich keine Probleme, ich kann mich nicht daran erinnern, auf unkooperative Zeitgenossen gestoßen zu sein, da gab es schon ganz andere Ecken(i). Zumal der Manghen auch etwas abseits der üblichen Route liegt, ganz besonders der Kern der Dolomiten, den ich irgendwo um den Passo Pordoi vermuten würde, ist doch ein paar Meter nach rechts oben entfernt. Definitiv findet man am Manghen keine Reisebusse!

Manghen - Nordrampe oben LinkskurveIn den oberen Gefilden wird der Wald immer lichter, die Straße schlängelt sich jedoch unverändert auf unverändert schmalem Weg durch die Gegend. Alles wie unten, nur mit mehr Aussicht. Mir kam es vor, als gäbe es oben mehr unübersichtliche Stellen, vermutlich weil häufiger um einen Felsvorsprung gefahren werden muss.

Da kann gut und gerne sehr plötzlich Gegenverkehr auftauchen, den man im unteren Teil durch die kahlen Baumstämme eher gesehen hätte.

Das schönste an der Geschichte: Es will nicht aufhören! Von den 24 Kilometern Nordrampe sind 20 Kilometer dieser schmalen Bauweise. Gerade oben, wenn der Wald lichter wird und die Bergeinschnitte immer näher kommen, rechnete ich viel zu häufig mit der Passhöhe, die nie auftauchen wollte. Sehr schön, diese positive Art des restlos entäuscht werdens.

Irgendwann ist natürlich doch Schluß. Das Finale beginnt an einem Rifugio mit kleinem Teich nebendran. Die Straße führt zuerst vorbei und setzt dann zu einer langen Bergauf-Rechtskurve an, von der aus sich wunderbar der Blick nach unten ergibt.

Manghen - Passhöhe Unterkunft Pano

Manghen - Passhöhe Kreuz und AussichtspunktEine Kurve später ist die Passhöhe erreicht. Links und rechts steht Parkraum zur Verfügung, ein Kreuz markiert die höchste Stelle, geradeaus geht es sofort wieder den Berg hinab.

Die Südrampe beginnt wie die Nordrampe endet: Eine Spur breit, mal waldig, mal weniger waldig. Allerdings normalisieren sich die Straßenverhältnisse schneller wieder. Wie sagte mir ein Biker-Kollege auf der Passhöhe: "Wenn du von Norden kommst, dann kommt jetzt die Autobahn.". So schlimm war es dann nicht, relativ gesehen hat er allerdings nicht ganz unrecht.

Manghen - Südrampe oben Landschaft Pano

Von der Passhöhe aus sind Straße und Landschaft rund 10 Kilometer lang so schön wie die obersten 20 der Nordrampe. Eher offene Abschnitte und dicht bewaldete wechseln sich mehrmals ab. In Sachen Fahrfreude kann sich der Teil mit der Nordrampe durchaus messen. Eine süße Fahrspur, die sich durch ansonsten unbebaute Landschaft schlängelt, da kann man richtig Motorrad-Urlaub machen.

Manghen - Südrampe Mitte Kehre     Manghen - Südrampe Mitte Landschaft     Manghen - Südrampe Mitte Wald

Nach diesen 10 Kilometern wird die Piste schnell breiter, bis es mindestens 1,5 Spuren sind, die einem aber wie 2 Spuren vorkommen. Während der 30 oder gar 60 Minuten zuvor hat man sich an den Fahrradweg gewöhnt, da macht jede breitere Straße tatsächlich den Eindruck einer Autobahn. Statt Wald und Abhänge dominieren nun mehr Wiesen und weniger dicht bewachsene Abschnitte die Gegend. Hin und wieder stehen Häuser in der Landschaft, bevor wenige Minuten vor Erreichen des Talortes die Sicht nach Südosten komplett frei wird.

Manghen - Südrampe unten Talblick Pano

Wenig später ist mit dem Ort Castelnuovo das Ende erreicht. Östlich sind Brocon(i) und Monte Grappa(i) halbwegs schnell erreicht, westlich geht es zum Gardasee.


Fazit:
Was Landschaft und Gemütlichkeit angeht, ist in den Dolomiten kaum etwas Schöneres zu finden als der Passo del Manghen. Allein die 30 Kilometer auf schmaler Spur durch meist dichten Wald, weniger Verkehr als anderswo in Italien, das ist sicherlich einen Umweg wert. Es sei denn natürlich, man sucht tiefe Schräglage und will es richtig kesseln lassen, dann ist man komplett falsch.


Straßenverhältnisse :

Obwohl die Straße auf zwei Drittel der gesamten Strecke nur eine Fahrspur breit ist, war der Asphalt im Jahr 2010 von mindestens guter, über lange Abschnitte sogar sehr guter Qualität.


Ein-Ausfahrt :

Manghen - Nordrampe unten Einfahrt KreiselDie Nordrampe startet an einem großen Kreisverkehr in Molina. Von Norden und dem Lavaze(i) kommend war der Pass erst ab da ausgeschildert, vorher sollte sich am Ort Molina orientiert werden.
Bleibt man bei der Abfahrt stur auf der SP31, endet die Südrampe in Castelnuovo unterhalb Telve , ebenfalls an einem Kreisverkehr, wird dort wie üblich per braunem Schild erwähnt.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Manghen - Passhöhe KreuzAuf der Passhöhe selbst gibt es im Prinzip keinen ebenerdigen Meter. Die Straße führt rauf, über den Buckel, und gleich wieder abwärts. An der höchsten Stelle gibt es links und rechts der Bahn ein paar Stellplätze, die bei ordentlicher Parkdisziplin für weniger als zehn Autos reichen. Ein Aussichtspunkt ist 20 Meter entfernt, zeigt sich mit Metalkreuz und Sitzgelegenheit.

Manghen - Passhöhe Pano

Manghen - Passhöhe Hütte 1999Auf der Nordrampe, gleich unterhalb der Passhöhe steht das Rifugio Passo Manghen. Es bietet tagsüber italienische Küche an, meines Wissens nach aber keine Unterkünfte.
Bemerkung am Rande: Während sich das Rifugio zwischen meinen Besuchen 1998 und 2010 eindeutig verändert hat, ist das Passschild sehr wahrscheinlich noch genau dasselbe wie damals.

Manghen - Passschild von Süden 1999     Manghen - Passschild 2010     Manghen - Passhöhe Rifugio von oben 2010



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Brocon (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung

Blogbeiträge
Manghen & Vivione --- vom 27. September 2014

Giro d'Italia 2012 --- vom 16. Mai 2012

Trentino-Tour Tag 8 --- vom 8. Juli 2010


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