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Impressjönchen
Donnerstag, 11. September 2014 - 19:00 Uhr

Aus meinem irgendwo kurz angekündigten Urlaub hinein in den westlichen Teil der Pyrenäen bin ich schon vor über einer Woche ins kalte Köln zurückgekehrt. Seitdem habe ich viel um die Ohren, keine Zeit für paar genauere Informationen oder gar temporäre Kurzbeschreibungen der gefahrenen Pässe, aber ein paar Bilder will ich doch fix präsentieren.

Über die Autobahn ging es durch Luxemburg nach Lyon. Erste echte Urlaubsstation war die Ardeche(i).



Gefolgt von der Tarnschlucht(i) ...



... durch Millau(i) ...



... mit gutem Wetter im Rückspiegel ...



... rein in die Pyrenäen.



In die westlichen Pyrenäen, was in meinem Fall alles links von Toulouse betraf. Das Wetter war durchwachsen, häufig waren Wolken mit im Spiel ...



... doch hatte ich andererseits Aussicht en Mas.



Hilferufe ignorierend ...



... habe ich erstmals mit elektronischen Navigationshilfen experimentiert ...



... die mich jedoch nicht vor allen Hindernissen warnen konnten.



Das ist in der Tat eine der sympatischen Eigenschaften, die die Pyrenäen von den Alpen unterscheidet. Überall laufen Tiere rum, Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe, Esel. Wo Platz für Felder und Wiesen ist, kann man denen hinter jeder Ecke begegnen, mitten auf der Straße oder sonstwo, muss eine Armlänge entfernt an 300 Kilo Lebend-Schinken vorbei fahren.



Dieses Jahr habe ich erstmals Schweine "in freier Wildbahn" gesehen. Watt dämliche Viecher, flüchteten vor mir natürlich auf der Straße, in meiner Fahrtrichtung. Und irre viele Greifvögel flogen um die Berggipfel herum, die von der Größe selbst eine ausgewachsene Goldwing reißen könnten.

Schotter habe ich auch gefunden. Allerdings nur sehr selten, war ziemlich viel asphaltiert was eigentlich nicht asphaltiert sein sollte.



Seltsames Wechselgeld gibts bei den Spaniern.



Dafür aber gewohnt-gutes Feierabend-Bier.



In der Guara-Schlucht gibt es uralte Gemäuer, leider ist die Straße nicht geschottert, wie in alten Michelin-Karten angegeben. Dafür ist jeder Willkommen.



Einer der subjektiv schönsten weil rauhesten und kahlsten Pässe ist der Larrau. Inklusive Berggipfel "Due Mille" hoch, wie ein alter Einheimischer stolz berichtete.



Nach zwei Wochen in den Bergen, inmitten hoher, kantiger Formationen, vielen kurvigen Straßen und allem was man als Motorradfahrer als nett empfindet, bin ich die Pyrenäen ganz nach links bis zum Atlantik gefahren. Entdeckt habe ich den geilsten Campingplatz ever (bisher).



In den letzten Jahren bin ich regelmäßig mit dem Moped in den Bergen unterwegs gewesen. Dabei habe ich völlig vergessen, wie genial es sich anhört, wenn 1000 Tonnen Wasser in einem Rutsch gegen Felsen knallen. WUUUUUUUSCHSCHSCH ..... WWWUUUUUUUSCHSCHSCH ..... WUUUUUUUUUSCHSCHSCH. Die ganze Zeit, immer wieder. Traumhaft. Ich hab stundenlang dagesessen, Aussicht und Aushör genossen, während sich ein Heineken nach dem anderen in meinen Schlund verirrte.

Da kam mir tatsächlich die Frage in den Sinn: Warum verbringst du Idiot so viel Zeit in den langweiligen Bergen???



Was beim morgentlichen Blick aus dem Schlafzimmer heraus nicht wirklich besser wurde.



Nachdem ich mir "kurz" einen neuen Satz Reifen im nahegelegenen Irun besorgt hatte, gabs denn schon wieder Abendessen.



Von einem Sonnenhund [2][3] eingeleitet ...



... habe ich ungefähr/gefühlt drei bis fünf Stunden den Sonnenuntergang beobachtet und dabei versehentlich 124 Einzelfotos aufgenommen.



Ein Green Flash war leider nicht dabei, dafür hatte ich die Sonne ohne jegliche Hindernisse bis zum allerletzten Moment vor der Flinte.



Das wars dann mit Weitsicht, die war in den Tagen danach Mangelware.



Das Radler-Valhalla blieb mir verhüllt.



Von da an ging es in einem Rutsch nach Hause. Mittendrin durfte ich als Kölner feststellen, das die Franzosen nun wirklich überhaupt keine Ahnung haben, wie man eine vernünftige Kirche baut.



Der zweistündige Paris-Ausflug hat wahrscheinlich dafür gesorgt, das ich im Regen nach Hause gekommen bin.

Ich bin 1.400 Kilometer fast am Stück gefahren, größtenteils Autobahn, in eineinhalb Tagen. Die ersten drei großen Baustellen habe ich auf den letzten 100 Kilometern durchfahren, in Good-old-Germany. Immerhin, für den Teil musste ich nicht zahlen.



Das wars.




Adios,


Kommentare:

trenc

Freitag, 12. September 2014 - 01:08 Uhr

http://www.yablo.de/
Schöner Ausritt. Der Campingplatz ist ja wirklich sehr genial. Warst Du lang in Paris oder nur kurz bei der Heimreise? Wir waren dieses Jahr im Juni bei strahlendem Sonnenschein dort.

Ich muss mir wohl auch mal ein Moped kaufen.


Mätes sf

Freitag, 12. September 2014 - 02:37 Uhr

Paris:
Rein, Altmetallturm suchen, Foto machen, raus.
Moped hat was.
Ma


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