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Vrsic

Kurzbezeichnung :

Vrsic

Originalname :

Vrsic-Pass
Werschetzpass
Passo della Moistrocca

Land :

Slowenien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

1611 m

Länge :

44 km

Lat/Long:  46.434482 13.743502  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Vrsic - Südrampe unten Bäume Berge RadlerDer Vrsic ist die einzige Hauptstraße, die den im äußersten Nordwesten Sloweniens liegenden Triglav-Nationalpark (Triglavski Narodni Park) von Norden nach Süden (bzw. Südwesten) durchquert. Die ersten 16 Kilometer der Südrampe gestalten sich dabei recht geradlinig. Es liegt keine Kehre auf dem Weg und die Kurven sind für gewöhnlich sehr langgezogen. Hört sich langweilig an, aber die wunderschöne Gegend des Nationalparks macht das fehlende Fahrvergnügen locker wett. Der neben der Straße dahinplätschernde Fluß kann trotz des dichten Bewuchs oft gesehen werden, zudem befindet man sich in einer beeindruckenden Bergschlucht. Links und rechts türmen sich hohe Berge auf, das hat was. Auf dem Weg liegende Dörfer gibt es zwar mehrere, aber die halten nicht groß auf.

Vrsic - Südrampe unten 90er WarnungWas die Beschilderung, ganz besonders die Warnhinweise angeht, zeigen die Slowenen Humor. So wird zum Beispiel gleich mehrmals vor Bikern mit enormer Schräglage gewarnt. Oder davor, das man als Biker lieber nicht zuviel wagen sollte?
Wer weiß.

Vrsic - Südrampe Mitte 49 KehrenNach besagten 16 Kilometern Sightseeing statt Kurvenlage taucht dann die erste Kehre auf. Wie an manch anderen Pässen, allen voran dem italienischen Stilfser Joch, sind auch am Vrsic die 180-Grad Richtungswechsel nummeriert und mit Schildern versehen. Unten fängt es mit der Nummer 50 an, allerdings habe ich das mit der Nummerierung nicht gleich gecheckt, daher muss ein Foto von Nr. 49 als Ersatz herhalten.

Vrsic - Südrampe Mitte Kehre Pano

Vrsic - Südrampe oben Kehre AutoTrotz dieser kleinen Vorwarnung geht es erst 6 Kilometer später (bei km 22) richtig los. Eine Kehre nach der anderen, zapp zapp zapp. Da ich mich im unteren Teil mit Starkregen rumschlagen musste, hatte ich schwergängige wasserdichte Handschuhe an, die langsam abtrockneten und mit mehr Kraft zu bewegen waren als dünne Sommerhandschuhe. Bei dem ewigen, kurz aufeinanderfolgenden Schalten zwischen erstem, zweitem und maximal drittem Gang ermüdeten tatsächlich meine Finger irgendwann. Wirklich harte Arbeit, wirklich schöne Arbeit. Die Kehren sind dabei nicht ganz so eng wie am erwähnten Stilfser, aber sind nicht weit entfernt davon. Noch dazu ist der Ausblick keinen Deut langweiliger als unten, ständig schaut man tief hinunter in die Abgründe des Nationalparks.

Vrsic - Südrampe oben Landschaft PanoIm oberen Teil befindet sich die Straße nicht mehr gleich am Abgrund, es wird zunehmends flacher, die Aussicht zeigt neben den weit entfernten Bergen auch naturbelassene, dicht bewachsene Bereiche in direkter Nähe. Kehren werden seltener, es überwiegen enge Kurven, die auf der gut ausgebauten Straße weiter nach oben führen.

Vrsic - Passhöhe Blick Süden WW unverändertWer sich nicht vorher informiert hat, nur die Zahl der ersten Kehre im Kopf hat und der stetigen Beschilderung glauben schenkt, wird von der plötzlich auftauchenden Passhöhe vermutlich überrascht. Denn die Zahl 50 gilt hier nicht etwa für die Südrampe alleine, sondern wird für beide Rampen zusammengerechnet. 26 sind es auf der Südseite, 24 auf der im Norden. Das Bild rechts habe ich übrigens unverändert gelassen, d.h. in Sachen Helligkeit nicht gepimpt. Schön zu sehen ist, was für mieses Wetter mir auf den Fersen war.

Auch die Nordrampe beginnt zunächst mit einem eher flachen Bereich, der Aus- und Weitsicht bietet. Wie überall in der Gegend sieht man viel Natur, allen voran dichte Wälder und Berge. Abgesehen von der Straße ist an menschlichen Hinterlassenschaften kaum etwas zu erspähen.

Mit der Weitsicht hat es sich jedoch schnell erledigt, die fehlenden 24 Kehren wollen noch bewältigt werden. Diese sind meist von dichten Baumreihen flankiert, schon alleine deswegen ist der Talblick eher selten zu genießen.

Vrsic - Nordrampe KopfsteinpflasterkehreDie Besonderheit der Vrsic-Nordrampe ist, das die Kehren allesamt mit Kopfsteinpflaster ausgelegt sind. Auch wenn diese einen gut gepflegten Eindruck machen, es ist und bleibt Kopfsteinpflaster, das mit Vorsicht zu genießen ist. Ich hatte auch noch das Vergnügen, es im nassen Zustand vorzufinden, was die Griffigkeit der Piste auf nahe Null reduzierte. Trotzdem hat es Spaß gemacht, nur musste natürlich das Tempo extrem gedrosselt werden. Kaum zu glauben, wie klebrig dagegen nasser Asphalt wirkt, besonders wenn man bergab unterwegs ist.

Die Fahrt endet schließlich im sehr bekannten Skiort Kranjska Gora. Dieser ist glücklicherweise einfach und fast geradlinig zu durchfahren, stellte einem keine Hindernisse (Verkehr, Umleitungen, etc.) wie manch anderer Skiort in den Weg.

Fazit:
Der Vrsic ist einer der Pässe, die man gesehen/befahren haben sollte. In meiner persönlichen Asphalt-Hitliste reiht er sich gleich neben Spina, Cayolle(i) und Susten ein, um nur ein paar zu nennen. Abgesehen von Schottereinlagen hat er eigentlich alles zu bieten. Extrem herrliche Natur, dichter Wald und hohe Gipfel, die selbst die geradlinigen Abschnitte der Südrampe zu einem Genuss machen. Die Kehren der Südrampe sind was für richtig tiefe Schräglagen nach Art des Hauses Stilfser Joch, asphaltdrifts nicht ausgeschlossen. Dagegen bieten die Kopfsteinpflaster-Kehren der Nordrampe den Hauch der Geschichte, wie ihn manch einer von der alten Tremola des Großen Gotthard kennen mag.
Absolut empfehlenswert!


Straßenverhältnisse :

Vrsic - Südrampe Mitte 20km KehrenwarnungDie Fahrbahn ist durchgehend 2 Spuren breit. Bis auf kleinere Abschnitte ist der Asphalt auf der Südseite gut oder gar sehr gut. Die Nordrampe ist auf den oberen 7 Kilometern ziemlich durchwachsen, da ist mit Abplatzungen, Flicken, Rissen und Hubbeln jederzeit zu rechnen. Die untere Hälfte ist besser gepflegt und daher entspannter zu fahren.


Ein-Ausfahrt :

Vrsic - Südrampe unten Einfahrt FriedhofAuf beiden Seiten ist er als Vrsic ohne die Bezeichnung "Pass" ausgeschildert (weißes Schild, schwarze Schrift). Die Südrampe läuft in einem Kreisverkehr mit der des Predil zusammen. Ist ein alter, gleich neben der Straße liegender Soldatenfriedhof passiert, kann man beruhigt weiterfahren.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Die Passhöhe wird auf einer Geraden überquert, an deren östlicher Seite gibt es einen langgezogenen Parkplatz. 200 Meter weiter südlich des Passschildes steht eine kleine Wanderer- und Souvenierhütte. Ansonsten ist mir oben kein weiteres Gebäude aufgefallen.

Vrsic - Passhöhe Blick Norden Schild     Vrsic - Passhöhe Blick Süden Schild + Hütte     Vrsic - Passhöhe Blick Süden Hütte


Besonderheiten :

Der Name Vrsic wird eingentlich mit ein paar nicht alltäglichen Umlauten geschrieben. Auf die musste ich jedoch verzichten, da meine Datenbank (und noch viel mehr ich selbst) mit Sonderzeichen auf Kriegsfuß steht.



Pässe/Strecken in der Nachbarschaft


Links zum Thema:
http://www.tnp.si -
      ==> .../nationalpark/ - deutsch
      ==> .../images/.../zemljevid_big2.jpg - Karte
Viele Informationen über den Triglav-Nationalpark im äußersten Nordwesten Sloweniens.

http://www.slovenia.info -
      ==> .../?lng=3 - deutsch
Informative aber teilweise sehr langsame Webseite über Slowenien. Laut Aufmachung sogar das offizielle slowenische Tourismus-Informationsportal.

Blogbeiträge
Vrsic und Nachbarn --- vom 3. Oktober 2012

2011er Pässe --- vom 2. September 2011

Ostalpen - Tag 13 --- vom 21. Juli 2011


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