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Tourmalet |
Col du Tourmalet |
Frankreich |
Pyrenäen |
2115 m |
36 km |
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Die Westrampe des von der Tour de France berüchtigten Col du Tourmalet beginnt im Ort Luz Saint Sauyeur nahe der Schlucht Gorge de Luz, die schon die Anreise zum Pass zu einem schönen Erlebnis macht.
Hinter dem Ort müssen erst ein paar kleinere Dörfer durchfahren werden, wovon Barèges eines der größten und eine der Basis-Stationen für Wintersportler ist. Bis dahin ist die Straße in gutem Zustand, hinter dem Ort wird sie jedoch etwas schmaler und auch schlechter, die Umgebung wird sehr baumlos und ist geprägt von weiten Graslandschaften. Im Kilometerabstand tauchen Schilder für Radler auf, die mehr oder weniger motivierende Daten wie aktuelle Höhe, Kilometer bis zum Ziel und die Steigung auf dem kommenden Abschnitt anzeigt.
Die Rampe ist zwar mit vielen Windungen und Kurven ausgestattet, aber auf der Landkarte ist sie ein relativ gerader Strich von Westen nach Osten, nur an einer Stelle knickt sie kurz nach Süden weg. Am Knick gibt es eine Abzweigung auf eine Nebenstraße, die parallel zur üblichen Tourmalet-Auffahrt entlang führt, und später auch wieder auf sie trifft. An der Kreuzung steht ein großer Parkplatz und eine Sessellift-Talstation. Das obere Panoramabild ist am ersten Rechtsknick aufgenommen, das zweite von der Stelle, an der die Straße im oberen Bild in einer Rechtskurve um den Hügel führt.
Liegt der Ausflug nach Süden hinter einem, hat man die noch immer viele Fahrkilometer entfernte Passhöhe schon im Blick, während die Piste immer hubbeliger und auch etwas schmaler wird. Es sind noch ein paar Kilometer durch die offene Landschaft zu bewältigen, danach geht es in den kehrigen Teil der Auffahrt. Fast wie eine künstilich angelegte Wand oder Staumauer ragt der Teil vor einem in die Höhe, auf dem die Straße in den Fels geschlagen wurde.
Auf den letzten Metern schaffen es gerade mal Graspflanzen, sich auf dem Teils losen und Teils sehr harten Untergrund festzuhalten. Der Blick ins Tal ist grandios. Nicht nur die Liftanlagen zeugen davon, das hier viele Skipisten ins Tal führen. Die Hänge sind leicht bewachsen, Bäume sind nur an vereinzelten Stellen zu sehen.
Absperrungen zwischen Straße und Abgrund gibt es spätestens seit der letzten Lift-Talstation nicht mehr, was in dem engen und schroffen Teil durchaus etwas gefährlich ist, besonders wenn man gerne für Fotopausen anhält und sich irgendwo am Straßenrand ein ruhiges Plätzchen suchen muss.
Die extrem felsige Passage ist 2-3 Kilometer lang, danach ist die Passhöhe erreicht. Auf dieser kann viel Betrieb herrschen, da der Tourmalet auch für Pyrenäen-Unerfahrene mit Sicherheit einer der bekanntesten ist. Auf der Westseite stehten ein Restaurant und mehrere Denkmäler, auf der Westseite ist Platz für parkende Autos.
Die Ostrampe kommt nicht ganz so schroff und steil daher, die Straße führt auf weiten runden Kehren und Kurven durch die Graslandschaft. Das Panoramabild wurde nur wenige 100 Meter hinter der Passhöhe aufgenommen.
Auf der Straße sind gerade auf diesem Stück viele Schriftzüge der Tour de France übrig geblieben. Zur Tour 2009 gibt es eine nette kleine Geschichte. Wärend der Eurosport-Übertragung wurde davon berichtet, das es Auflagen des Veranstalters gibt, nach denen der Pass am nächsten Tag "aufgeräumt" sein muss, d.h. Müllberge am Straßenrand könnten die Gegend für das kommende Jahr disqualifizieren. Daher sind am Tag der Überquerung viele Freiwillige von Zuschauer zu Zuschauer gegangen, haben ihnen Müllbeutel in die Hand gedrückt und sie freundlich auf die Umweltbestimmungen hingewiesen. Zusätzlich wurden x hundert Mülleimer an der Strecke aufgestellt und abends abgeholt. Ein Reporter kommentierte am Tag danach, Piste und Straßenrand wären pikobello sauber :)
Auf dem weiteren Weg bis runter nach La Mongie, das 2009 um mehrere Bettenburgen erweitert wurde, ist die Passhöhe bei einem Blick zurück noch immer zu erkennen. 1,5 Kilometer vor dem Ort geht es auf einer Schotterpiste hinauf zu einer Sesselliftstation. Das Bild wurde von den ersten Metern der Auffahrt aufgenommen und zeigt die Aussicht auf die Tourmalet-Passhöhe.
Hinter La Mongie wird die Passfahrt dann langsam etwas gewöhnlicher. Der Weg nimmt eine normale Breite von 2 Fahrspuren an und führt unter anderem durch ein paar Galerien, die an einem kleinen Stausee vorbeiführen. Dahinter geht es auf teilweise recht abgefahrener Piste durch sehr waldiges Gebiet. Hin und wieder hat man dort freie Sicht auf das Observatorium, das sich auf der Spitze des Pic du Midi de Bigorre befindet. Achtet man darauf, macht es sich an manchen Stellen durch die Baumreihen bemerkbar. Ich hatte an dem Tag durch die schattig gelegene Straße und die Wolkenfetzen am Himmel sehr fotografier-ungünstige Bedingungen, daher ist das Bild nicht besonders geworden.
Das untere Drittel bis ins Tal ist dann eher langweilig. Auf vielen Geraden ohne viel Kurvenspaß fährt man unter anderem durch einen Ort mit dem passenden Namen Gripp, an einer recht teuren Tankstelle vorbei und 2009 hat eine Schwadron Polizisten Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. Da Ende des Tourmalet ist schließlich in Sainte Marie de Campan erreicht, wo die Westrampe des Co d'Aspin beginnt.
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Die Westrampe ist bis zum Ort Barèges 2 Fahrspuren breit und in gutem Zustand. Ab da wird die Straße hubbeliger und ist auch in den gefährlichen Passagen kaum breiter als 1,5 Spuren. Die Ostseite ist im oberen Teil ebenfalls hubbelig langwellig und teilweise weniger als 1,5 Fahspuren breit, bevor es ab La Mongie langsam breiter und der Pistenzustand besser wird.
Absperrungen gibt es auf beiden Rampen nur in den unteren Bereichen, wo genügend Platz dafür war. Oben, wo sie sinnvoller wären, findet man kaum welche. Auch nicht an den Stellen, die lediglich von ein paar Dezimetern losem Schotter begrenzt sind und es daneben steil talwärts geht.
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Die Westrampe beginnt im Ort Luz Saint Sauyeur, weiter westliche liegen die schöne Schlucht Gorge de Luz und der Col du Soulor.
Die Ostrampe endet im Ort Sainte Marie de Campan, der auch Talstation des Col d'Aspin ist.
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Die Passhöhe ist an schönen Tagen von Radlern, Wanderern und anderen Touries stark bevölkert. Auf der Westseite steht ein kleines Restaurant, das ein paar Sitzgelegenheiten und dazugehörige Snacks zu bieten hat. Direkt am Hang steht noch ein kleiner Souvenier-Shop, dessen Zufahrt bestmöglich zugeparkt war. Viel Platz ist auf der ganzen Seite nicht, und der wenige Platz ist von Autos besetzt so gut es nur geht. Desweiteren stehen dort mehrere Denkmäler, die unter anderem diversen Tour de France Legenden gewidmet sind.
Auf der Ostseite gibt es direkt hinter der Passhöhe eine lange Gerade, die links und rechts Parkmöglichkeiten bietet.

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