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Soulor |
Col du Soulor |
Frankreich |
Pyrenäen |
1474 m |
22 km |
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Geht man den Col du Soulor von Westen an, hat man wahrscheinlich gerde die phantastische aber eher ruppig asphaltierte Piste der Col d'Aubisque-Ostrampe hinter sich. Und man mag es wahrscheinlich nicht glauben, kaum liegt die extrem felsige, abwärts führende Rampe hinter einem und es geht nach oben zum Soulor, wird die Straße breiter und der Belag besser.
Die Berghänge sind auf beiden Seiten fast von jetzt auf gleich viel weicher, während am Aubisque harter, nackter Fels und steile Berghänge dominierten. Ein Teil der Strecke ist aus dem unteren Bereich des Soulor zu sehen, den Blick zurück sollte man ganz unbedingt mitnehmen.
Zudem kann man auch die Nordrampe des Soulor sehen (hier nicht im Bild), die sich am kahlen Berg herumschlängelt und auf der Passhöhe mit den anderen Rampen zusammenläuft. Gefahren bin ich die nördliche Tour allerdings noch nicht, die sich durchaus mit dem Col de Spandelles zu einer Runde um den Soulor verbinden ließe.
Nach nur wenigen Kilometern Fahrt ist die Passhöhe erreicht. Auf ihr stehen mehrere Restaurants und Snack-Bars, gratis dazu gibt es die einheimische Tierwelt im wahrsten Sinne des Wortes zum Anfassen. Darüber habe ich mich sehr ausführlich unter Passhöhe und vor allem unter Besonderheiten ausgelassen.
Die Ostrampe ist weniger spektakulär als das dis dahin am Soulor erlebte. Nur im oberen Bereich ist die Landschaft wirklich kahl, schnell mischen sich mehr Bäume in die Grasflächen, wobei die Straße nie durch dunklen Wald führt. Die Piste ist zuerst noch etwas wellig, aber von Anfang an 2 Spuren breit, je tiefer es ins Tal geht umso besser wird der Zustand.
Auf dem Weg nach unten fährt man durch einige Dörfer. Die im oberen Abschnitt sehen noch süß aus und es wird vieles am Straßenrand angeboten, Verkaufsschlager ist der heimische Käse. Im unteren Abschnitt, wo die Straße immer geradliniger wird, gibt es ein paar Dörfer die einfach durchfahren werden wollen und mitunter auch nur aufhalten. Dort merkt man schnell, der schöne Teil des Soulor liegt bereits hinter einem, nun sollte man sich auf den Col du Tourmalet freuen.
Fazit:
Landschaftlich und fahrerisch ist der Soulor vielleicht nicht sooo doll, besonders die Ostrampe zieht sich ein wenig. Aber keineswegs sollte man sich den Streichelzoo auf der Passhöhe entgehen lassen, und dort wenigstens eine kleine Pause einplanen.
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Das kleine Stück Westrampe ist halbwegs gut asphaltiert, nach oben hin besser werdend. Die Ostrampe ist nur oben etwas wellig, je näher das Tal kommt umso besser wird es. Auf beiden Seiten ist die Straße meistens 2 Spuren breit.
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Im Westen beginnt der Soulor nahtlos an der Ostrampe des Aubisque, im Osten liegt das Tal im Ort Argelès Gazost und führt von dort aus weiter zur Gorge de Luz und zum Col du Tourmalet.
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Im Westen der Passhöhe treffen West- und Nordrampe zusammen, außerdem kann ein Teil der schluchtigen Col d'Aubisque-Ostrampe sehr gut gesehen werden. Auf der Anhöhe selber stehen 3 Restaurants bzw. Snack-Bars. Ob eines der Gebäude auch Unterkünfte anbietet, habe ich leider nicht ermittelt.
Darüberhinaus sind viele Menschen und Tiere unterwegs, die vorhandenen Stellplätze sind immer gut ausgebucht. Normale Touristen, Unmengen von Radlern, ein paar Biker, Pferde, Esel und Ziegen, von allem ist was da und überall ist was los. Besonders das Schild, das Radlern die Gewissheit gibt das sie oben angekommen sind, ist fast durchgehend entweder von Radlern, Pferden, oder beidem beschlagnahmt (siehe Foto ganz oben).
Die Passhöhe ist auf jedenfall sehr pausenfreundlich, sei es um sich bei einem Kaffee kurz in eine der Snack-Bars zurückzuziehen, oder mit den sehr zutraulichen Tieren auf Tüchfühlung zu gehen.
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Eine ... ich möchte fast sagen ATTRAKTION ... am Soulor sind die Pferde. Wie am Col d'Aubisque weiden sie auf den umliegenden Grasflächen, ohne das Zäune sie in einem Gehege einsperren. Sie latschen durch die Gegend wie es ihnen gefällt. Vielbefahrene Straßen, Personen, fahrende Autos, stehende Autos, alles egal, sie kennen keine Berührungsängste.
Auch am Aubisque laufen sie herum, aber am Soulor hatte ich nun wirklich direkten Kontakt mit ihnen. Ich stand gerade in der Nähe des Passschildes, machte ein paar Aufnahmen, erfreute mich des schönen Wetters und lies es mir einfach gut gehen, als eines der Pferde von der Koppel hinuntertaperte, ohne Respekt quer über die Straße lief und direkt auf mich Kurs hielt. Ich dachte mir nur "ich wiege 80 Kilo (hust), dat Pääd über den Daumen gepeilte 300 ... dann hat es wohl Vor...fahrt". Ich wich 2 Meter zur Seite aus, das Pferd änderte seine Richtung und hielt wieder genau auf mich zu. Seit mehr als einem Jahrzehnt habe ich kein Pferd mehr aus der Nähe gesehen, und nun stand solch ein Koloss fast Nase an Nase direkt vor mir. Eine Nase von der Sorte, die bei einer falschen Bewegung gut und gerne die Nase des anderen ungewollt endellen kann.
Und alles passierte in fast zeitlupenartigem Tempo, der Gaul marschierte langsamer als ein müder Wanderer und zeigte keine hektischen Bewegungen. Sie suchen von sich aus die Nähe, niemand braucht zu ihnen zu gehen, sie kommen von selbst. Ich strich dem Dicken über die Stirn und entschuldigte mich dafür, das ich so gar kein Zückerchen für ihn habe. Dabei vertrieb ich die massenhaft vorhandenen Fliegen auf seiner Nase und hatte sogleich ein Bündel Fell in der Hand, gottlob bin ich gegen Katzen und nicht gegen Pferde allergisch.
Es sind absolut sympatische Tiere, vor denen man keine Angst haben muss, auch wenn sie manchem etwas aufdringlich erscheinen können. Eine Bekanntschaft auf der Tour verriet mir auch ihren Rassenamen, den ich aber wieder vergessen habe, die Tiere wären aber von extrem ruhiger und liebevoller Art. Jedoch sollte man nie den Respekt vor ihnen verlieren, besonders dann, wenn das eigene Fortbewegungs-Vehikel in der Nähe steht und man es noch braucht! Ich konnte eine Szene beobachten, wo jemand mit seinem Auto in eine Parklücke fahren wollte, die zu 100% von einem der Pferde beansprucht und (stehenderweis) verteidigt wurde, wenn auch nur für sehr kurze Zeit.
Für mich war es The sympatischste Passhöhe ever.
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