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Monte Zoncolan

Kurzbezeichnung :

Monte Zoncolan

Originalname :

Sella del Monte Zoncolan

Land :

Italien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

1750 m

Länge :

24 km

Lat/Long:  46.501908 12.926917  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Es gibt Berge und Pässe, die kennt irgendwie jeder. Gerade wenn Radrennen im Fernsehen übertragen werden, fallen im Bezug auf die Tour de France gerne die Namen Alpe d'Huez, Galibier(i) und Tourmalet. Kommt der Giro d'Italia ins Spiel, sind die magischen Worte Monte Zoncolan nicht weit entfernt. Dabei ist der Hügel nichtmal so besonders, ganz sicher nicht seine Höhe von gradmal 1.750 Metern. Auch wurde er meines Wissens nach noch nie komplett überquert, sondern nur seine Westrampe als Bergankuft am Ende einer Etappe oder bei Zeitfahren misbraucht.

Monte Zoncolan - Westrampe unten InfernoGenau diese Westrampe hat es wirklich in sich, ihre ekelhaften Steigungen haben selbst mich Motorisierten ständig auf dem falschen Fuß erwischt. Sie beginnt ganz harmlos im Ort Ovaro, schlängelt sich an Häusern vorbei und durch die Einfahrt zur Hölle, die im Jahr 2011 von Giro übrig war, der Wochen vorher erst vorbeigeschaut hatte. Doch möcht ich wetten, das entsprechende/ähnliche Accessoires immer und das ganze Jahr vorzufinden sind. Die fast andere Schilder verdecken, die von eher mittelmäßigen Straßenzuständen und vor allen Dingen den 14 Prozent Steigung sprechen, die an extremen Stellen sogar 22 Prozent beträgt.

Monte Zoncolan - Westrampe Höhenprofil WikipediaGerade diese Steigung ist immer mit von der Partie und macht auf sich aufmerksam. Ich kann mich an kaum einen Pass erinnern, an dem ich nach Fotostopps oder hinter Kehren dermaßen oft im falschen Gang unterwegs war. Als hätt ich noch nie auf dem Motorrad gesessen, drohte meine Einzylinder-XT ein ums andere Mal, im unteren Drehzahlbereich abzusaufen.

Ebenfalls ist die Straße von Anfang an kaum breiter als 1,5 Spuren, die meiste Zeit ist sie sogar nur eine Spur schmal. Währenddessen zieht sie sich auf vielen Kurven und Kehren durch dicht bewachsene Abhänge, mit etwas Dreck sollte daher gerechnet werden. Bei meinem Besuch war es die Tage vorher regnerisch und windig, entsprechend musste ich um Äste und anderes herumkurven.

Monte Zoncolan - Westrampe Mitte Giro SchriftzügeDie vielen Bäume und Büsche lassen lange Zeit keinen Fernsicht zu. Dafür ist auf dem Asphalt genügend zu sehen, ist er doch gepflastert mit den typischen Überbleibseln des Giro. Besonders der Name Pantani stach hervor. Es scheint so gar niemanden zu stören, das er sich die Berge hochgedopt und anschließend auch noch aus dem Leben gekokst hat.

Monte Zoncolan - Westrampe unten Giro Schriftzüge Pano

Monte Zoncolan - Westrampe Mitte Straße Sicht freiErst 2 Kilometer vor dem Ende der Rampe kommt man ein wenig aus dem Wald heraus und gibt die Aussicht ins Tal frei. Highlight dieses letzten Abschnitts sind jedoch drei gleich hintereinanderliegende Tunnel, die dreihundert, hundert und hundert Meter lang sind. Im Inneren ist es kalt, dunkel und mitunter feucht, darauf sollte man sich einstellen. Laut Wikipedia wurden die Tunnel im Jahr 2007 wegen des Giro mit einer Beleuchtunsanlage versehen, mindestens tagsüber (wo sie auch ganz nützlich wären) sind diese jedoch ausgeschaltet.

Monte Zoncolan - Westrampe oben Tunnel außen     Monte Zoncolan - Westrampe oben Tunnel Inneres     Monte Zoncolan - Westrampe oben Tunnel Helmcam

Abgesehen davon ist die Straße noch immer nur eine Spur breit, und wenn ich schreibe "nur eine Spur" dann meine ich auch "nur eine Spur". Wenn ich mich recht entsinne boten die Tunnel nichtmal sowas wie eine Verhandlungsbasis, das Auto und Motorrad aneinander vorbeipassen würden. Daher sollte vorher immer ein Blick in den Tunnel gewagt werden, ob jemand entgegenkommt. Kennt jemand den Tunnel am Parpaillon? Der am Zoncolan ist ähnlich, nur asphaltiert. Und schmaler.

Monte Zoncolan - Westrampe oben letzten KehrenDanach war es das mit der Westrampe. Drei Kehren in freiem Gelände, die von oben gut eingesehen werden können, und schon ist man am Parkplatz der Passhöhe angekommen. Nach rechts geht es zu einem guten Restaurant, die Erhebung linke Hand ist laut meinen Erkenntnissen der Monte Zoncolan.

Das erste Teilstück bergab findet ebenfalls auf einer schmalen Fahrspur statt, die im Jahr 2011 recht starke Straßenschäden zu verbuchen hatte. Wegen der engen und zahlreichen Kurven ist jedoch eh kein schnelles Fahren angesagt. Auch hier ist die Straße teilweise wieder sehr steil, an manchen Stellen macht die Straße einen Knick, während voraus die weit entfernten Berge zu sehen sind. Gleich neben der Straße gibt es zig Unterkünfte und Hütten, die jedoch mehr nach winterlicher Nutzung aussehen. Das Albergo Rifugio Baita Goles relativ weit oben auf 1.600 Metern ist mit als Einziges auf den ersten Blick als normale, ganzjährige Unterkunft zu erkennen.

Monte Zoncolan - Ostrampe oben Rifugio Pano

Monte Zoncolan - Ostrampe oben Skipiste HelmcamIm Gegensatz zur entweder sehr waldigen oder schluchtigen Westseite zeigt die Ostseite ganz offen ihren Wintersport-Charakter. Neben der Straße sind ebene Wiesenflächen zu sehen, flankiert von Beschneiungs- und Liftanlagen, im Sommer schön von bunten Blumenfelder in Beschlag genommen. Hin und wieder verliert man sie aus den Augen, sie führen andersrum um den nächsten Hügel, kurz danach liegt die Straße wieder für einen kurzen Abschnitt mitten auf der winterlichen Skipiste.

Monte Zoncolan - Ostrampe Mitte Kreuzung alte Rampe HelmcamNach 4 Kilometern taucht eine Abzweigung auf. Links auf der breiteren Piste kommt man auf der neueren, besser ausgebauten Ostrampe ins Tal, vorbei an mehreren Unterkünften und Restaurants.
Der schmale Weg rechts ist die alte Ostrampe, die nahe der Hauptstraße im Mini-Ort Priola endet. Gefahren bin ich sie nicht, Bilder und Informationen aus 3. Hand zeigen jedoch einen für den öffentlichen, motorisierten Verkehr freigegebenen Fahrradweg, gegen den die engsten Stellen der Westrampe wie das Platzwunder schlechthin wirken.

Monte Zoncolan - Ostrampe Mitte dickes Hotel HelmcamUnwissenderweis habe ich links die breitere Piste gewählt. Die passiert wenige hundert Meter später die große Anlage des Hotel Enzo Moro, man fährt gewissermaßen mitten durch bzw. unter einem Teil des Gebäudes drunter her. Dahinter links liegt ein riesig angelegter Parkplatz, der aus der Luft fast mit einem Sportflugplatz zu verwechseln ist, vielleicht war er das einst sogar. Ist man an alldem vorbeigefahren, ist der besondere Teil des Zoncolan eigentlich bereits gegessen.

Monte Zoncolan - Ostrampe unten Straße Berg vorausWas dann noch kommt, sind 2 erstklassig asphaltierte Fahrspuren mit Leitplanken und Mittelstreifen. Dort ist zwar der Abenteuerteil vorbei, aber es kann den tiefen Kurvenlagen gefröhnt werden, hat auch was. Währenddessen schauen immer wieder Berge der Umgebung durch die hohen Baumreihen hindurch.


Fazit:
Den Monte Zoncolan sollte man gefahren sein. Es ist eine durchgehend schöne Strecke mit gewissen Schwierigkeiten, im Osten guter Aussicht, extremen und kaum woanders erlebten Steigungen, und abschließend spielt natürlich auch der Bekanntheitsgrad eine Rolle. Wer in der Gegend ist und Vollgaspässe wie z.B. den Mauria nimmt, den Zoncolan andererseits auslässt, hat Motorradfahren irgendwie nicht ganz verstanden.


Straßenverhältnisse :

Monte Zoncolan - Westrampe oben WarnschilderDie Westrampe ist von unten bis oben nur eine Fahrspur breit. Die Qualität der Piste war im Jahr 2011 in Ordnung, generell hängt das jedoch davon ab, wann das letzte Mal der Giro vorbeigeschaut hat, da kurz vorher meist komplett renoviert wird.

Monte Zoncolan - Ostrampe oben geflickter AsphaltDie Ostrampe war 2011 sehr baufällig. Da sie kaum verwendet wird, dürfte sie seltener erneuert werden. Der neue, etwas nördlicher gelegene und in Sutrio endende Teil der Ostrampe ist eine sehr gut asphaltierte Rennstrecke. Über die Straße wird der ganze Skitourismus zur erste Bergstation gekarrt, daher ist sie als einziges Stück für viel Verkehr ausgelegt.

Der alte Teil der Ostrampe, insgesamt 7 Kilometer lang, ist über 5 Kilometer ein schmaler Fahrradweg, den Autos kaum mit allen vier Rädern auf dem Asphalt fahren können. Doch ist der Weg vollständig asphaltiert und darf meines Wissens nach von jedermann genutzt werden.


Ein-Ausfahrt :

Monte Zoncolan - Westrampe unten EinfahrtIm Ort Ovaro liegt die Einfahrt zur Westrampe. Sie zweigt an der Hauptstraße ab, das Ziel der Reise ist ausgeschildert und insgesamt einfach zu finden. Die neue, breit asphaltierte Ostrampe beginnt nahe Sutrio, ein braunes Hinweisschild mit Aufschrift Zoncolan ist an der Kreuzung mit der Hauptstraße vorhanden. Wer die alte Ostrampe fahren will, sollte erst Richtung Priola abbiegen, im Ort links halten und sich anschließend durch den Ort nach Westen durchschlagen. Wird der Weg schmal und die Umgebung dicht bewaldet, ist man richtig.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Die Passhöhe bildet ein mittelgroßer Parkplatz. Hier fotografiert von einem Hügel aus westlicher Richtung, der eventuell die Spitze des Berges Monte Zoncolan darstellt. Rechts geht die Westrampe steil bergab, links fängt die Ostrampe eher gemächlich an.

Monte Zoncolan - Passhöhe komplett von Westen Pano

Rechts am Beginn der Westrampe steht das Passschild, das mit seiner Fahrrad-Skulptur selbstredend ein wenig dem Giro gewidment ist. Inwiefern Bilder von aktuellen oder ehemaligen Radfahrern zur üblichen Grundausstattung gehören, ob auf Passhöhe oder Rampe, kann ich nicht sagen.

Monte Zoncolan - Passhöhe Rifugio TamaiGeradeaus (Richtung Süden/Osten) taucht nach zweihundert Metern das etwas abseits gelegene Rifugio Tamai auf. Dort kann zwar nicht genächtigt werden, dafür soll es jedoch sehr gutes Essen bieten, das vom Junk-Food der meisten Skihütten weit entfernt ist. Ein Steak für 25 Euro gefällig? Dann wäre das ein Plätzchen, auf über 1.800 Metern und bestem Blick in die Umgebung. Außerhalb der Saison (Juni und September) hat es nur am Wochenende geöffnet, ansonsten stellt es sich täglich dem Ansturm der Hungrigen, wobei in den Sommermonaten weniger los sein dürfte.

Als Unterkunft steht das Albergo Rifugio Baita Goles auf der Ostseite zur Vergügung, das ich bereits in der Beschreibung erwähnt habe. Weiter unten ist ein Link auf die dazugehörige Webseite zu finden.

Zum Abschluß die ganze Passhöhe im 360 Grad Panorama von der Mitte des Parkplatzes aus. Links geht es nach Westen, in der Mitte nach Osten, rechts der Bildmitte zu Steaks, Hirschgulasch und Jakobsmuscheln.

Monte Zoncolan - Passhöhe Panorama



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Lius (i)
Duron (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung


Links zum Thema:
http://www.baitagoles.it -
      ==> .../deu/index.php - deutsch
      ==> .../deu/preisliste.php - Preise
Das schöne aber nicht ganz preiswerte Rifugio im oberen Teil der Ostrampe stellt sich vor. Auf der Seite werden u.a. frische Webcam-Bilder angeboten.

Blogbeiträge
Monte Zoncolan & Monte Rest --- vom 28. Mai 2014

Giro d'Italia 2014 - Woche 3 --- vom 26. Mai 2014

2011er Pässe --- vom 2. September 2011

Ostalpen - Tag 12 --- vom 20. Juli 2011

Giro d'Italia - zweite Woche --- vom 12. Mai 2011

Giro d'Italia 2010 --- vom 17. Mai 2010


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