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Torre di Fraele

Kurzbezeichnung :

Torre di Fraele

Originalname :

Passo Torre di Fraele

Land :

Italien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

2285 m

Lat/Long:  46.516882 10.320368  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Hoch zum Passo Torre di Fraele führt eine sehr kehrenreiche Strecke, die durch ein Teilstück positiv berüchtigt ist, bei dem mehr als ein Dutzend Straßen parallel nebeneinander liegen, die bis vor wenigen Jahren auch noch geschottert waren. Die Strecke glänzt nicht durch Länge, sondern durch extrem viel Kurvenspaß komprimiert auf wenigen Kilometern, die wegen ihrer Sackgassen-Eigenschaft gleich zweimal durchfahren werden wollen.

Torre di Fraele - unten Blick auf BergHat man die ein kleinwenig versteckete Einfahrt im kleinen Ort Turri Piano gefunden, ist die Straße von Anfang an rund 1,5 Fahrspuren breit und gut asphaltiert. Abseits der Straße wachsen zwar überall Bäume, aber diese sind nicht besonders hoch, daher hat man nicht das Gefühl durch dichten Wald zu fahren. Der Kehrenspaß beginnt fast gleich nach der Einfahrt, eine nach der anderen darf durchfahren werden, wobei die Geraden dazwischen noch unterschiedliche Länge vorweisen. Man wähnt sich schon im eigentlichen Kehrenkrieg, stellt aber bald fest, das dieser noch nichtmal angefangen hat!

Torre di Fraele - Blick auf Kehren von untenSpätestens in einem etwas geradlinigen Teil mit weniger Bewaldung wird einem dies klar, da die Kehren als Einschnitte im ansonsten dicht bewachsenen Hang auf sich aufmerksam machen. Rechts oben ist in diesem Fall auch schon das Ziel der Passfahrt zu sehen, die Befestigungsanlage Torre di Fraele.

Torre di Fraele - Zoom auf BurgenIst man endlich in dem extrem kehrigen Bereich angekommen, sehen fast alle Teilstücke gleich aus. Die Kehren sind alle sehr eng und von gleicher Bauart, und die dazwischen liegenden Geraden haben jedesmal die gleiche Länge. Nach jeder zweiten Kehre hat man die Befestigungsanlagen im Blick, die mit zunehmender Höhe immer näher kommen und ein noch besseres Fotomotiv abgeben. Die Straße ist zwar ähnlich breit/schmal wie im unteren Teil, aber durch die Spitzkehren wird es bei Gegenverkehr sehr eng, besonders wenn dieser auch noch die komplette Straßenbreite ausnutzt.

Torre di Fraele - Kehre + unterer BereichEin Blick zurück zeigt einem hier schön das Tal, die darin verlaufende Hauptstraße, und den fast geradlinigen Weg vor der Kehrenansammlung, auf dem man hergekommen ist. Die Kehren sind in der Masse nicht so gut zu erkennen, da der Hang steil abfällt und auf beiden Seiten dicht bewachsen ist. Das man von der Auffahrt ein schönen Blick auf die parallel nebeneinander liegenden Straßenabschnitte werfen kann, ist eher selten.

Torre di Fraele - Tunnel mit BikerWenige 100 Meter vor der Passhöhe sind noch zwei kurze Tunnel zu durchfahren, in denen es ziemlich dunkel ist. Zudem nimmt die Straßenbreite auch ein wenig ab, daher sollte man über fehlenden Gegenverkehr froh sein. Kurz vor der Befestigungsanlage gibt es eine kleine Parkbucht, die aber ausreichend Platz für ein paar Motorräder bietet. Von dort aus (und von den Türmen) ist die gefahrene Strecke am Besten zu begutachten.

Torre di Fraele - Kehren-Pano

Hinter der Passhöhe geht es auf geschotterter Piste weiter u.a. zum Lago di Cancano. Wer anschließend aus dem Gebiet wieder hinaus möchte, wird ein zweites Mal in den Genuss der Kehren kommen, da alle anderen Strecken geschottert, in schlechtem Zustand und darüber hinaus auch gesperrt sind.

Noch ein kleiner Hinweis bezüglich der Namensgebungen:
Direkt an den Befestigungsanlagen Torre di Fraele befindet sich der Passo Torre di Fraele und NICHT der Passo di Fraele. Letzterer liegt nord-westlich der beiden Seen und kann auf geschottertem Weg angefahren werden, die Durchfahrt hinunter ins Tal (zum Ofenpass) ist jedoch Wanderern vorbehalten.

Zum Verkehrsaufkommen:
Torre di Fraele - VerkehrDas Gebiet rund um die beiden Seen hinter der Passhöhe ist Naherholungsgebiet. Morgens wollen sie alle dorthin, abends wollen alle wieder nach Hause. Ich bin dort in den späten Nachmittagsstunden hochgefahren, wobei mir sehr viele Fahrzeuge entgegen kamen, die besonders in den Kehren gerne die komplette Straße für sich beansprucht haben. Somit würde ich von einer Befahrung in den Morgen- und Abendstunden abraten, denn ohne Verkehr ist die Strecke richtig nett und vor allem stressfrei zu genießen.


Straßenverhältnisse :

Torre di Fraele - In Kehren Blick auf TorreNimmt man die offizielle Auffahrt, die in Turri Piano zu finden ist, beträgt die Fahrbahnbreite durchgehend zwischen 2 und 1,5 Spuren. Bis hoch zur Befestigungsanlage ist seit mehreren Jahren alles asphaltiert und in gutem Zustand, vom damaligen Schotter ist nichts zu sehen. Dieser ist erst hinter der Passhöhe zu finden. Will man weiter zu den Seen fahren, erwartet einen meist gut gepflegter, festgefahrener Schotterweg.
Die weiter westlich in Arnoga beginnende Auffahrt bin ich nicht gefahren, laut Karte ist sie jedoch geschottert.


Ein-Ausfahrt :

Torre di Fraele - Einfahrt Turri PianoDie asphaltierte Auffahrt ist in Turri Piano zu finden. Kommt man aus Bormio oder vom Passo di Foscagno, muss man im Ort nach Norden abbiegen, ein kleines braunes Schild mit der Aufschrift Laghi di Cancano ist der auffälligste Hinweis auf das Ziel. Kommt man aus Premadio, muss man nur über diese Kreuzung fahren, Torre di Fraele - Einfahrt 2 Panoda dieser Weg an diesem Punkt auf die Hauptstraße trifft. Wenige 100 Meter hinter der Kreuzung zweigt dann die Auffahrt nach rechts ab, ebenfalls mit einem der braunen Hinweisschilder ausgestattet. Die ganze Aktion ist einfach zu meistern, ein klein wenig aufpassen sollte man trotzdem.

Torre di Fraele - Asphalt-Kehren obenDarüber hinaus gibt es noch eine zweite Auffahrt, über deren Zustand und Öffnung ich allerdings keine Aussage machen kann. Sie beginnt ein ganzes Stück westlicher als die asphaltierte Variante, im etwa 10 Kilometer entfernten Arnoga. Sie ist geschätze 15 Kilometer lang, und trifft nur wenige Kehren unterhalb der Befestigungsanlage auf die Asphaltstraße.

Theoretisch gäbe es mit dem Weg über den Dosso della Baita, der rechts des Lago di Cancano abzweigt und weiter nach Osten führt, noch eine dritte Möglichkeit. Jedoch ergab eine kurze Suche im Internet, das sich selbst Mountainbiker nicht ganz einig sind, ob die Strecke überhaupt per Rad zu befahren ist. Über eventuelle Streckensperrungen für Motorisierte habe ich nichts finden können.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

An der höchsten Stelle stehen zwei Befestigungsanlagen, die bereits von der im Tal führenden Hauptstraße, und von der Auffahrt aus gesehen werden können. Einer der Türme befindet sich direkt an der Straße, der andere ist 100 Meter Fußweg von ihr entfernt.
Hinter der Passhöhe liegen zwei große Seen, die als Naherholungsgebiet dienen und teilweise auch gut bevölkert sind. Weiteres dazu siehe in der Rubrik Kleinkram unter Laghi di Cancano.

Torre di Fraele - Befestigungsanlage links   Torre di Fraele - Burg von hinten Asphalt   Laghi di Cancano - Karte


Besonderheiten :

Die gesamte Auffahrt war bis vor wenigen Jahren noch geschottert, gerade innerhalb der Kehren wurde es somit richtig schön staubig. Das Ganze war für viele nicht einfach zu fahren, für andere dagegen ein kleines Schotter-Paradies inmitten von ansonsten komplett asphaltierten italienischen Pässen. Hier ein paar Bilder aus alten Zeiten:

Torre di Fraele - 1999 Kehreninneres   Torre di Fraele - 1999 Schotterkehre inneres   Torre di Fraele - 1999 Kehren + Blick ins Tal



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft

Blogbeiträge
Animals Revenge --- vom 26. September 2010

Provence + Fraele --- vom 4. Mai 2010


Kommentare/Meinungen zum Pass:

Hauer Fritz

Freitag, 24. August 2012 - 18:00 Uhr

Was niemand erwähnt, es handelt sich nicht um natürliche seen, sondern es sind zwei stauseen mit einer mächtigen Staumauer auf der südseite und eine Stufenmauer der beide seen trennt, man kann beide seen problemlos umrunden entweder zu fuss oder mit dem bike Taschenlampe nicht vergessen , es gibt Tunnels , ich war vor 25 Jahren da oben. Es war wunderschön.


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