sf-symbol
SF-Rubriken

Hauptseite  
Pässe/Strecken
Tour-Kleinkram  
Motorrad-Touren  

Blog  
Gästebuch  

Lebenslauf  
Impressum  

   

Flattr den Mä


Pyrenäen-Reiseführer
Die schönsten Motorradtouren der Pyrenäen

Preis: 19,95 €

Pyrenäen-Reiseführer
Lust auf Pyrenäen

Preis: 14,90 €

Klick führt zur Hauptseite
Aus dem Tour-Alltag eines Helmputzers
    
Hauptseite => Pässe/Strecken => Legrillou
Legrillou

Kurzbezeichnung :

Legrillou

Originalname :

Col de Legrillou

Land :

Frankreich

Gebirge :

Pyrenäen

Höhe :

938 m

Länge :

24 km

Lat/Long:  42.941139 1.497874  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Eine der süßesten Straßen in den Pyrenäen oberhalb von Andorra ist sicherlich die über den Col de Legrillou. Auf gängigen Karten ist er nicht namentlich verzeichnet, dafür macht er andersweitig auf sich aufmerksam, ist doch seine komplette Westrampe rot-gestrichelt als schwierig bzw. gefährlich zu befahren gekennzeichnet.

Legrillou - Westrampe unten 15km SteinschlagwarnungDiese Westrampe beginnt zweihundert Meter entfernt von der Passhöhe des Col de Jouels auf der D17, die auch über Col des Marrous(i) und Col de Péguère(i) führt. Kurz nach der Einfahrt der erste Hinweis, das es interessant werden könnte: Ein Schild mit 15 Kilometer Steinschlagwarnung.

Legrillou - Westrampe Mitte Bike Wald 3DUnd so soll es dann auch werden. Die komplette Rampe, insgesamt tolle 18 Kilometer lang, liegt in dichtem Wald, der uriger nicht sein könnte. Bewuchs bis an die Straße, Büsche, Sträucher, Farne, Bäume jeglicher Art, alles kreuz und quer. Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht, hier triff dieser Gegensatz tatsächlich zu. Sicht in die Schlucht oder das Tal ist nur selten möglich. Wenn doch einmal, ist wenig mehr zu sehen als Wald, Wald und nochmal Wald. Wanderer können es sich in dem Gebiet sicherlich gut gehen lassen, hin und wieder stehen Autos in kleinen Parkbuchten am Straßenrand.

Legrillou - Westrampe Mitte Engstelle Zoom 3DNur eine schmale Fahrbahn zieht sich durch das wilde Grün, die häufig dreckig und ruppig ist, mit Split auf dem Weg sollte immer gerechnet werden. Es gibt hunderte kleiner Kürvchen, bei vielen davon ist Gegenverkehr erst sehr spät zu sehen, somit ist das Prädikat schwierig bzw. gefährlich in Straßenkarten durchaus verdient. Vom Steinschlag sieht man aber nicht sonderlich viel, zunächst geht es rein in den Wald, dessen Bäume über der Straße ein Dach bilden. Daher begegnet man eher abgebrochenen Asten und heruntergefallenen Blättern als Steinen und Felsen.

Legrillou - Westrampe Mitte Mittelstreifen 3DTiefe Kurvenlagen sucht man vergebens, da die Straße keine Fehler erlaubt. Sie verfügt zudem über eine selten gesehene Art Traktorspur, gewissermaßen wächst es nicht nur links und rechts neben der Straße, sondern auch mittendrauf. Gras und Moos bilden einen grünen Mittelstreifen, der mir so noch nicht untergekommen ist. Bestimmt ein Drittel der Strecke ist er mit im Spiel, mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Angst braucht man vor ihm nicht zu haben, aber man sollte doch mit ein wenig Vorsicht drangehen. Gras ist rutschig, zudem sammeln sich dort auch Split und kleine Zweige.

Legrillou - Westrampe Mitte Engstelle Felswand 3D4,5 Kilometer nach der Einfahrt ist es für einen Kilometer weniger waldig. Die ohnehin schon schmale Piste wird noch etwas schmaler und liegt direkt an einer bröckeligen Felswand. In dem Bereich herrscht Halteverbot, den ganzen Kilometer lang, so eng ist es dort. Ebenfalls ein Detail, das so nicht oft vorkommt. Motorrad und Auto passen hier nicht problemlos aneinander vorbei, selbst wenn sich beide Kooperativ verhalten, Da muss im Voraus geplant werden, und vielleicht auch der Mopedler sich eine Niesche suchen und das Auto vorbeiwinken. Eine ähnliche Situation habe ich 2009 im Zentralmassiv in den Gorges du Trèvezel erlebt, hier blieb es mir bei kaum vorhandenem Verkehr erspart.

Die letzten zwei Kilometer sind etwas offener, der Wald nicht mehr ganz so dicht und daher lichtdurchlässiger. Im Jahr 2013 gabe es in dem Bereich Waldarbeiten, als Resultat war die Straße sehr erdig, dreckig und rutschig, auch ohne den grasbewachsenen Mittelstreifen.

Auf der Passhöhe kommt man entgültig aus dem Wald heraus, das Passschild steht an einer Kreuzung und geradeaus beginnt die Ostrampe.

Die ist normales Geläuf, wie man es von hunderten anderen Pässen her kennt. Obenrum bietet die Straße ebenfalls nur eine Spur, wird nach unten hin aber immer breiter. Anders als auf der Westrampe ist die Aussicht meist frei, in der Ferne sind Berge zu sehen, gleich voraus ein Mix aus bewaldeter und landwirtschaftlich genutzer Fläche.

Legrillou - Ostrampe Mitte Pano

Nach 5,5 Kilometern ist die Rampe auch schon im Tal angekommen, vom Ort Brassac aus kommt man in alle vier Himmelsrichtungen.


Fazit:
Wer gerne schnell und tief fährt, ist am Legrillou ganz schlecht aufgehoben. Wer jedoch ungewöhnliche Strecken und viel Natur sucht, auch bereit ist mehr als üblich auf die Straßengegebenheiten zu achten, der sollte diesen Pass sehr weit oben auf die Liste setzen, ist man denn in der Gegend unterwegs.


Straßenverhältnisse :

Legrillou - Westrampe Mitte GrünstreifenDie komplette Westrampe lang steht nur eine schmale Spur zur Verfügung. Auf den grünen Mittelstreifen sollte Acht gegeben werden, besonders wenn es in eine Kurve geht oder man wegen dem eher seltenen Gegenverkehr doch mal bremsen muss. Außerdem liegt die Rampe auf der Nordseite eines Berges und/oder unter einem schattigen Blätterdach. Soll heißen, Sonnenschein ist knapp. Die Straße kann daher lange in den Tag hinein feucht sein, besonders wenn es in der Nacht geregnet hat.
Die Ostrampe ist obenrum ebenfalls nur eine Spur breit, aber wesentlich sauberer. Bis Brassac verbreitert sie sich auf 1,5 Spuren, wobei die Qualität des Asphalts als halbwegs gut bezeichnet werden kann.


Ein-Ausfahrt :

Legrillou - Westrampe unten EinfahrtDie Einfahrt zur Westrampe ist fast in Sichtweite des Col de Jouels zu finden, den ich in meiner Pässe-Liste nicht als eigenständigen Pass verbucht habe. Auf derselben Straße liegen aber Col des Marrous(i) und Col de Péguère(i), zwischen den beiden liegen Jouels und die Einfahrt. Die ist eher unscheinbar, per kleinem Schild wird auf den Ort Legrillou hingewiesen.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist in Brassac der Pass an der einzigen großen Kreuzung im Ort ausgeschildert. Über die komplette Strecke trägt die Straße die Bezeichnung D111, kann man sich gut merken.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Legrillou - Passchild Blick nach WestenDie Passhöhe bildet die Grenze zwischen dem Wald im Westen und eher bewohntem Gebiet im Osten. Von Westen kommend taucht an ihr nach 18 Kilometern Natur tatsächlich das erste Haus auf, das zum Mini-Ort Legrillou gehört. Unterkünfte oder Restaurants sind keine dabei, Pausenwillige sind somit Selbstversorger. Ohnehin lässt sich dort nicht sonderlich gut Pause machen, es stehen direkt an der Passhöhe keine Tische oder Bänke bereit. Auch ist die Aussicht anderswo dafür besser geeignet. Am Legrillou ist die Westrampe der Star, nicht Passhöhe oder gar Ostrampe.

Legrillou - Passhöhe Panorama Blick Osten

Legrillou - Passhöhe Panorama Blick Westen

Legrillou - Passhöhe Abzweigung CalmilNach Süden zweigt eine Schotterpiste ab. An der Einfahrt gibt es keine Verbotsschilder, möglicherweise ist sie freigegeben. Laut meiner Internet-Recherche und dem Schild am Straßenrand könnte es dort über den Col du Calmil(n) gehen, wofür ich jedoch keine Gewähr übernehme. Wird sicherlich nicht einfach zu finden sein, selbst diverse Routenplaner hatten Schwierigkeiten, eine fahrbare Strecke zu finden.



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Calmil (n)
Portel (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung

Blogbeiträge
Port und Legrillou --- vom 2. April 2015

Neue Pässe 2013 --- vom 10. März 2014


Kommentare/Meinungen zum Pass:
Keine Einträge vorhanden.
Kommentar:

Name
Webseite (optional)
Mailadresse (optional)

Kommentar:

Hinweise:

Die Eingaben können nach dem Absenden noch verbessert/geändert werden.
Die Angaben für Webseite und EMail-Adresse sind optional.
Die EMail-Adresse wird nicht veröffentlicht sondern nur in der Datenbank gespeichert. Sie sollte lediglich dann angegeben werden, wenn Rückfragen zu erwarten sind (ihr z.B. über Fehler berichtet habt).
Name, Webseite und EMail-Adresse werden in einem Cookie gespeichert (sofern dies erlaubt ist) und im nächsten Formular automatisch eingetragen.








© 1998-2019 - Schmeissfliege.de