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Foppa

Kurzbezeichnung :

Foppa

Originalname :

Passo della Foppa

Land :

Italien

Gebirge :

Alpen

Höhe :

1852 m

Länge :

25 km

Lat/Long:  46.247731 10.298181  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

In dem Gebiet nördlich von Edolo ist nicht ganz klar, welche Straße zu welchem Pass gehört. Mit im Spiel sind der Passo della Foppa und der Passo del Mortirolo. Ich habe nach reiflicher Überlegung beide Rampen dem Foppa zugeordnet, d.h. den kompletten Weg vom südlichen Talort Menno bis zum nordwestlichen Talort Mezzo. Erklärungen bezüglich der Rampenzugehörigkeit und der Verwirrung um diese habe ich im Bericht zum Mortirolo hinterlegt.

Foppa - Südrampe unten Ort MonnoMeiner Definition nach beginnt die Südrampe des Foppa somit auf der SS42 und führt nach 2 Kilometern durch die Ortschaft Monno. Bis dahin liegt die noch zweispurige Straße meist in freiem Gelände oder direkt an einer Felswand.

Foppa - Südrampe unten Straße Wald 3DNördlich von Monno schrumpft die Breite der Straße auf 1,5 Spuren zusammen, woran sich bis zur Passhöhe auch nicht viel ändert. Die untere Hälfte liegt komplett in dichtem Wald und ist sehr kurvenreich. Vereinzelt gibt es unübersichtliche Stellen, in denen der Gegenverkehr erst spät gesehen werden kann, aber es hält sich noch alles in Grenzen.

Foppa - Südrampe oben S-Kurve 3DIm oberen Bereich lichtet sich der Wald, häufig ist der Blick in die Landschaft frei. Mehrere meist einzeln in der grünen Umgebung stehende Gebäude sind zu sehen, viele von denen sind Restaurants oder Unterkünfte. Auf der gesamten Rampe liegen 18 Kehren, wenigstens wenn man der Ausschilderung glauben schenkt. Mir ist mindestens eine (zugegeben sehr enge) S-Kurve aufgefallen, die gleich als zwei Kehren gewertet wurde, beide mit entsprechendem Schild markiert. Und bei vielen anderen Kehren hatte ich das Gefühl, als wären sie ein ganzes Stück von einer 180 Grad Kurve entfernt.

Aber ganz gleich ob gemogelt wurde oder nicht, tiefe Kurvenlagen und eine dementsprechend schöne Fahrt sind garantiert, die Südrampe macht bereits richtig Spaß.

Rund 500 Meter vor der Passhöhe des Foppa zweigt eine Stichstraße nach Norden ab (hier aus der Gegenrichtung fotograiert).

Foppa - Südrampe oben Einfahrt Stichstraße

Diese führt zuerst auf schlechtem Asphalt zum Passo di Varádega, später auf Schotter Richtung Col die Val Bighera. Beide bin ich noch nicht gefahren, sollen laut Reiseberichten im Internet aber ebenfalls sehenswert sein.

300 Meter weiter taucht das in Holz gefasste Passsschild des Mortirolo auf. Was auch immer das an dieser Stelle zu suchen hat, denn viel von einer Passhöhe hat dieser Punkt nicht. Nocheinmal 100 Meter weiter bergauf liegt eine Kreuzung, gleich daneben ein kleiner Parkplatz.

Foppa - Südrampe oben Kreuzung Pano

Foppa - Südrampe oben Kreuzung von oben

Das obere Bild wurde in Fahrtrichtung, das untere zurück und bergab aufgenommen. Im oberen geht es links zum Guspessa(i), vor den durchwachsenen Straßenverhältnissen wird gleich an der Einfahrt gewarnt.

Rechts lang ist die Passhöhe des Foppa nur noch einen Katzensprung entfernt, auf der nicht mehr als das Passschild und ein geschotterter Parkplatz zu finden ist.

Foppa - Westrampe oben Wald Radler 3DDie Passhöhe selber liegt zwar in sehr dünn bewachsenem Gebiet, aber das ändert sich auf der Abfahrt sehr schnell. Nach wenigen hundert Metern geht es hinein in herrlich dichten Wald. Auch wenn die Straße der Südrampe nicht wirklich als breit bezeichnet werden kann, auf der Westrampe wird sie schmaler und schmaler. Bis ins Tal hinein ist sie nicht breiter als eine Fahrspur, ein Auto passt gerade so eben drauf. Stellenweise erinnert die Piste wirklich an einen Radweg, was durch die bei schönem Wetter zahllosen Radfahrer noch verstärkt wird.

Foppa - Westrampe oben WaldUnd es ist kurvig wie nur geht. Extrem enge Kehren, eine nach der anderen, durchzogen von vielen engen Kurven. Des Motorradfahrers Traum, keine Frage. Es erinnert an den Manghen in den Dolomiten, nur das an dessen Nordrampe die Bäume noch höher sind und daher alles etwas dunkler wirkt, und der Foppa doch ein paar mehr Kehren zu bieten hat.

Nach drei Kilometern der Abfahrt taucht eine Kreuzung auf. An der kann man sich entscheiden, in welchem Talort die Fahrt enden soll.

Foppa - Westrampe Mitte Kreuzung Pano

Der Weg links führt nach Mazzo di Valtellina, der rechte landet weiter nördlich in Grosio auf der Hauptstraße. Ich habe den linken Weg nach Mazzo gewählt, was keine schlechte Entscheidung war. Die Kreuzung befindet sich in Kehre Nummer 8 (von oben gerechnet), bis ins Tal sollten noch 25 dazu kommen. Mit Insgesamt 33 Kehren ist somit eine mehr zu durchfahren, als auf der Pordoi-Ostrampe (das nur für die Statistik).

Es ist selten genug, aber hin und wieder gibt es lichte Stellen. Man kommt für kurze Zeit aus dem Wald heraus und die Sicht ins Tal wird frei. Die Straße im Tal ist dann zwar nicht immer sichtbar, aber die Fernsicht ist zu genießen.

Foppa - Westrampe Mitte Pano 3D

Foppa - Westrampe unten Talblick nach SüdenGanz im untersten Teil, jenseits von Kehre 26, beruhigt sich der Foppa ein wenig. Die Straße ist noch immer schmal und die Kurven eng, aber es ist auf längere Strecken kaum noch bewaldet, und das Tal bzw. dessen Bergeinschnitt sind für längere Zeit zu sehen. Kurz vor Ende der Rampe liegt noch eine Kreuzung auf dem Weg, deren Abzweigungen beide ins Tal führen. Der rechte Weg leitet einen direkt nach Mazzo, der linke (von mir gefahrene) landet ein paar 100 Meter südlich des Ortes auf der Hauptstraße.

Fazit:
Die Südrampe geht noch, sie ist eine nicht einfach zu fahrende, schmale Straße. Die Nordrampe lässt es dann richtig krachen, ist sehr schwieriges Terrain, und höllenschön noch dazu. Sofern man hubbelige Piste mag bzw. vertragen kann. Tut man dies, gibt es kaum ein schöneres Stück Straße als den Passo della Foppa. Beide Rampen kann ich jedem wärmstens empfehlen.

Hinweis:
Die Beschreibung ist zwar recht frisch, aber da ich im Juli 2011 ein weiteres Mal vor Ort war, wird die Beschreibung in nächster Zeit um fehlende Informationen ergänzt. Weitere Infos dazu siehe in den EAs.


Straßenverhältnisse :

Foppa - Westrampe Mitte WaldDie Südrampe ist im Schnitt 1,5 Spuren breit, selten schmaler. Der Asphalt war 2010 von guter, teilweise sehr guter Qualität.
Richtig schmal und schlecht wird es auf der Westrampe. Die Piste besteht über lange Strecken aus nur einer schmalen Fahrspur, da passt gerade ein Auto drauf. Egal was einem entgegen kommt, man muss Tempo rausnehmen und sich arrangieren. Der Asphalt war im Jahr 2010 auf 50% der Strecke sehr wellig, aber kaum einmal gerissen oder abgeplatzt.

Foppa - Gefährlicher VerkehrAuf beiden Rampen, ganz besonders auf der Nordrampe, sollte immer und die ganze Zeit auf Gegenverkehr geachtet werden. Wegen der super-engen Kurven und Kehren, im Mix mit der dichten Bewaldung, sind entgegenkommende Wanderer, Radler, Biker und Autos sehr spät zu sehen. Bei meiner Überquerung 2010 war es ganz heftig, mir kamen (ungelogen) über 100 Roller entgegen. Ich nehme an, das sie oben einen Roller-Treff veranstalteten, somit sind diese Mengen wohl nicht die Regel. Aber, allesamt hatten sie keinen Vertrag mit Verkehrsregeln oder gegenseitiger Rücksichtnahme, fuhren zu dritt nebeneinander durch die Kehren, mehrere hätten sich kurz vor mir fast auf die Schnüss gelegt. Es dauerte etliche gefährliche Minuten, bis das ganze Pack (Sorry, aber nicht anders haben sie sich verhalten) an mir vorbeigezogen war.


Ein-Ausfahrt :

Foppa - Südrampe unten EinfahrtDie Südrampe beginnt auf der breit ausgebauten Hauptstraße SS42, zwischen Edolo und der Passhöhe des Tonale. An der Kreuzung sind der Ort Monno und der Mortirolo ausgeschildert, nicht aber der Foppa.

Im Norden kann in gleich zwei Orten begonnen werden. Zum einen in Grosio, und weiter südlich in Mazzo di Valtellina. In Letzterem ist eine Einfahrt mitten im Ort zu finden, (bergabfahrend) herausgekommen bin ich jedoch etwas südlich des Ortes, da ich an der letzten Kreuzung vor dem Ort links statt rechts gefahren bin. An der Stelle ist der Pass nicht ausgeschildert, jedoch befindet sich die Einfahrt 20 Meter vom Ortseingangsschild entfernt.

Foppa - Westrampe unten Einfahrt


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Auf der Passhöhe des Foppa gibt es nicht viel zu sehen. Eine Gerade führt hinüber, an der Straßenseite steht das Passschild, das war es dann auch schon.

Foppa - Südrampe oben Rifugio-Einfahrt PanoUnterkünfte gibt es südlich der Passhöhe gleich mehrere. Das Rifugio Antonioli liegt nur 500 Meter von der Passhöhe entfernt. Es ist über einen schmalen Schotterweg zu erreichen. In der Nähe steht noch eine weitere Unterkunft, dessen Namen ich im Nachhinein jedoch nicht emitteln konnte.

Foppa - Südrampe oben Rifugio AltoEtwas weiter bergab steht das Rifugio Alto, in der Nähe der Abzweigung, die hoch zu Passo di Varádega und Col die Val Bighera führt. Scheinbar verfügt keine der Lokalitäten über eine eigene Webseite, oder wenigstens eine deutschsprachige Präsenz in einer Hotel-Suchmaschine, daher sind dies schon alle Informationen die ich liefern kann.

Weitere Unterkünfte sind in der Gegend zu finden, bei denen die Informationslage aber ähnlich durchwachsen ist.



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung


Links zum Thema:
http://www.passomortirolo.it - Italienischsprachige Webseite des Albergo Mortirolo

Blogbeiträge
Giro d'Italia 2012 --- vom 16. Mai 2012

Ostalpen - Tag 2 --- vom 9. Juli 2011

Aprica, Foppa und Mortirolo --- vom 23. Mai 2011

Trentino-Tour Tag 19 --- vom 23. Juli 2010

Giro d'Italia 2010 --- vom 17. Mai 2010


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