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Cayolle

Kurzbezeichnung :

Cayolle

Originalname :

Col de la Cayolle

Land :

Frankreich

Gebirge :

Alpen

Höhe :

2326 m

Max. Steigung :

10 %

Länge :

49 km

Lat/Long:  44.259771 6.743611  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Cayolle - Südrampe unten Einfahrt SchildDie Südrampe des Col de la Cayolle beginnt im Ort Saint Martin d'Entraunes. Hinter dem Ort taucht eines dieser beliebten Schilder auf, welches die Weiterfahrt für schweres Geschütz verbietet. Ein Großteil der Cayolle-Rampen sind verkehsbeschränkt und daher frei von fahrenden Stoppschilden, dazu aber später mehr.

Cayolle - Südrampe unten TunnelWenige Kilometer hinter dem Talort muss der 230 Meter lange und unbeleuchtete Tunnel de Bramus durchfahren werden. Kurz vor ihm gibt es eine kleine Parkbucht, an der man wenigstens kurz anhalten und etwas Ehrfurcht tanken sollte. Die 30 bis 50 Meter hohe Felskante vor dem Tunnel neigt sich über die Straße, wer darunter steht und nach oben schaut, kann schnell den Eindruck bekommen, das sie gleich abkippen und die Straße unter sich begraben könnte. Sehr interessanter Anblick, den ich nur empfehlen kann. Zu lang sollte die Pause jedoch auch nicht sein, denn fällt von oben auch nur ein kleiner Stein hinunter, sind schnell das Motorrad oder gar der Kopf beschädigt. Cayolle - Südrampe unten Tunnel 1999Bei der Fallhöhe wird jedes kleine Etwas zum Geschoss. Als ich dort im Jahre 1999 langgefahren bin, wurde gerade die Asphaltdecke erneuert. Im Tunnel war es daher nicht nur stockdunkel, sondern mann durfte auch noch über groben Schotter fahren. Nette Mischung, in der Tat. Aber, inzwischen haben sie die Piste wieder hinbekommen.

Hat man den Tunnel hinter sich gebracht, geht die Fahrt ein paar Kilometer durch eine hügelige Felslandschaft. Diese Hügel sind nicht extrem hoch und die Wände nicht sehr steil, aber es ist ein auffallend kahles Gebiet, wo sich nur selten Gräser oder gar Büsche an der Felswand ansiedeln konnten.

Cayolle - Südrampe unten Felsenlandschaft Pano

Auf der unteren Hälfte der Auffahrt, bis hoch zum Ort Estenc gibt es ein paar wenige Ortschaften und kleinere Häuseransammlungen. Überall hat man sich Mühe gegeben, mit kleinen, selbstgemachten bunten "Straßenschildern" die Durchreisenden auf spielende Kinder aufmerksam zu machen und zu langsamem Fahren zu animieren. Das sollte man auch beherzigen, im Ort Entraunes kamen mir drei Kinder auf Fahrrädern entgegen. Sie fuhren freihändig und mitten auf der Straße, und machten auf mich den Eindruck als wüssten sie nicht, das Straßenverkehr durchaus gefährlich sein kann.

Cayolle - Südrampe oben Tunnel + TalblickDie oberen zwei Drittel der Auffahrt werden schön kurvig und es geht in großer Höhe durch mehrere Schluchtteile. Viele kurze Tunnel und scharfkantige Felswände liegen auf dem Weg, die Straße führt dabei hart am Abgrund entlang. An manchen Stellen geht es neben der Straße mehrere Dutzend Meter gerade nach unten.

Interessanterweis gibt es zwischen den vielen schluchtigen Passagen immer wieder kurze Abschnitte, in denen der Weg durch wiesenartiges Gelände führt, als wären die hartkantigen Abschnitte vorher nie gewesen. Schlucht, Wiese, Schlucht, Felsen, Wiese, See, Schlucht, ebene Fläche, Abhang, ... solch eine Abwechslung in derart kurzen Abständen habe ich selten an anderen Pässen erlebt.

Cayolle - Südrampe Mitte Talblick   Cayolle - Südrampe Mitte zwei Tunnel   Cayolle - Südrampe Mitte flaches Stück

Auf dem ganzen Weg hoch zur Passhöhe sind immer wieder herrlich schöne Landschaften zu sehen, die an vielen Stellen sehr gute Postkartenmotive darstellen. Hier ein paar meiner Lieblings-Panoramafotos:

Cayolle - Südrampe Mitte See Estenc

Cayolle - Südrampe Mitte Blick in Tal Pano

Cayolle - Südrampe oben Pano rechts

Die Pässhöhe bietet lediglich einen kleinen Richtungsstein und einen Parkplatz, der 2009 von Wanderern gut besucht war.

Cayolle - Nordrampe oben SchilderwaldDie ersten Metern der Abfahrt fährt man durch einen kleinen Schilderwald, der Fahrzeugen ab einer bestimmten Länge, Höhe, Breite und Gewicht die Durchfahrt verbietet. Selten zu sehen, das an einem Pass mehr Schilder als Bäume aus dem Boden wachsen. Ab hier beginnt der verkehrsbeschränkte Teil des Cayolle, alles was durchs Raster fällt muss am Parkplatz wenden und den Rückweg nach Süden antreten.

Cayolle - Nordrampe oben UnterkunftAus dieser Passage heraus sieht man eine Unterkunft, die sich noch in Sichtweite zur Passhöhe befindet. Im Internet konnte ich kaum Informationen über das Haus finden, aber mindestens für eine kurze Pause eignet sie sich trotz der kalten Höhe scheinbar gut, ein paar Biker und andere Besucher haben dort einen Stopp eingelegt.

Cayolle - Nordrampe oben BergIm weiteren Verlauf kommt der Weg nach unten im oberen Drittel weniger knockig daher als die Südrampe. Es sind keine Tunnel zu durchfahren und sie ist auch nicht ganz so hart an den Fels gebaut, aber das macht sie natürlich nicht langweilig. Die Straße schlängelt sich auf vielen Kehren und Kurven durch die Bergwelt. Dabei fallen einem interessante Bergmassive ins Auge, die offen ihr vielschichtiges Inneres preisgeben. Vor Ort fand ich diese derart schön anzuschauen, das ich viele Male für Fotopausen anhalten musste, von den daraus resultierenden Bildern war ich jedoch im Nachhinein etwas entäuscht.

Gleich an mehreren Stellen sind kleine Brücken zu überqueren, unter denen Gebirgsbäche entlang fließen.

Cayolle - Nordrampe Mitte Pano Brücke

Cayolle - Nordrampe MitteHinter einer dieser Brücken fängt gewissermaßen der mittlere Teil der Abfahrt an, der aus einer Taldurchfahrt besteht, wenn ich mich recht entsinne war es das Val Ubaye. Die Felswände sind dort weiter von der Straße entfernt, die Straße ist nicht mehr ganz so steil, Kehren werden selten und Geraden länger. Auch hier sind es vor allem die umliegenden Berge die zu bewundern sind. Im Ort Bayasse, kurz nachdem man den Fluß Bachelard überquert hat, zweigt eine Straße nach rechts (Osten) ab, die später geschottert ist und zum Col de la Moutière führt.

Cayolle - Nordrampe Mitte Talblick MastenAb Bayasse führt die Straße nicht mehr nach Norden sondern nach Westen. Dort kann man weit in das Tal sehen das noch zu durchfahren ist, links neben der Straße verläuft der im Sommer meist etwas vertrocknet wirkende Fluß Bachelard. Besonders aufgefallen ist mir in diesem Bereich, das man kaum ein Foto der Landschaft machen kann, ohne das Strom- oder Telefonleitungen mit im Bild sind.
Weit hinten in der Ferne ist auch schon der enge Spalt zu erkennen, der das letzte Drittel der Abfahrt sehr interessant gestaltet.

Cayolle - Nordrampe unten Anfang SchluchtDieses wieder richtig nett, es geht durch die enge Schlucht Gorges du Bachelard, die ab dem Ort Le Villard d'Abas sehr eindrucksvoll wird. Es fängt harmlos an, jedoch werden langsam aber sicher die Felswände höher, die Schlucht schmaler und tiefer.

Die Straßenbreite schrumpft ist in diesem Bereich auf nur eine Fahrspur zusammen, und das für mehrere Kilometer. An der rechten Seite reicht die nicht selten senkrechte Felswand bis an die Straße, auf der linken Seite schützt ein Mäuerchen oder eine Leitplanke vor dem Abgrund. Somit ist man zwischen Abhang und Felswand eingeklemmt, nur ein paar kleine Ausweichstellen machen es möglich, das hier zwei Fahrzeuge aneinander vorbeifahren können.

Cayolle - Nordrampe unten Schlucht Autos   Cayolle - Nordrampe unten Felsdurchfahrt Auto   Cayolle - Nordrampe unten Schlucht schmal Autos

Auch ich musste mich mit meiner schmalen XT an manchen Stellen sehr nah an die Felswand setzen, damit ein Auto passieren konnte. Für Vierrädrig-Motorisierte ist dieses Stück wahrscheinlich kein Vergnügen, da sie sehr vorausschauend fahren, gegebenenfalls anhalten oder gar zurücksetzen müssen. Ein Motorrad kann man zwar überall hinsetzen, aber ich habe dort mehrere Fotostopps abbrechen müssen, da hinter einer Ecke doch wieder ein Fahrzeug zum Vorschein kam, und ich nicht den Verkehr noch mehr blockieren wollte.

Cayolle - Nordrampe unten Schlucht Berghang hkPanoAuf der anderen Seite der Schlucht sind desöfteren die Hinterlassenschaften von Fels- und Erdabgängen zu sehen. Setzt man die Größe der Felsbrocken in Relation zu den hohen Bäumen, ist leicht zu erkennen, das einige von den Brocken größer sind als ein ausgewachsener Reisebus. Gerade in der festgehaltenen Szene muss es zum Zeitpunkt des Abgangs ziemlich nett gescheppert haben.

Auf einer kleinen Brücke überquert man ein weiteres Mal den Fluß Bachelard. Ab da wird die Straße zwar wieder deutlich breiter, aber auf den nächsten Kilometern bleibt die Schlucht so beeindruckend wie zuvor.

Cayolle - Nordrampe unten Brücke   Cayolle - Nordrampe unten Brücke + Fluß   Cayolle - Nordrampe unten Schlucht Bike

Mehrere Male gibt es imposante Felsüberhänge zu unterfahren, die einem Respekt einflößen können. Kurz nach der Stelle, an der das Foto oben rechts aufgenommen wurde, läuft die Schlucht langsam aus, die letzten Kilometer bis ins Tal werden von langen Geraden dominiert und die Zivilisation rückt merklich näher, bis man in Barcelonnette schließlich das Ende der Abfahrt erreicht hat.

Fazit:
Der Col de la Cayolle ist einer meiner persönlichen Favoriten. Die benachbarten Pässe Bonette(i) und Allos(i) sind auch sehr schön, aber ich würde jedem als erstes den Cayolle empfehlen. In Sachen Fotostopps habe ich an dem Pass wohl meinen Rekord aufgestellt: Nicht weniger als 36 Mal musste ich anhalten, um insgesamt 134 Bilder aufzunehmen.


Straßenverhältnisse :

Die Breite der Straße beträgt meistens um die 1,5 Fahrspuren. Wo die Fahrt auf der Nordseite durch die Schlucht Gorges du Bachelard führt, schrumpft sie sogar auf eine Spur zusammen. Die Asphaltqualität ist meist durchwachsen, es ist fast immer etwas hubbellig und wellig, aber weißgott nicht so schlimm wie an manch anderen Pässen (z.B. der Col des Champs-Westrampe).


Ein-Ausfahrt :

Die Südrampe beginnt in Saint Martin d'Entraunes, noch weiter südlich liegt Guillaumes. Die Nordrampe endet in Barcelonnette. In direkter Nachbarschaft liegen der Col d'Allos(i) und der Col de la Bonette(i).


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Cayolle - Passhöhe WegweiserAn der höchsten Stelle steht direkt an der Straße eine Richtungsmarkierung, die lediglich Entfernungsangaben ins Tal vermittelt. Ein paar Meter nördlich der Passhöhe gibt es einen kleinen Parkplatz, der bei meiner Überquerung 2009 recht gut belegt war.Cayolle - Passhöhe Blick Norden Eine Unterkunft gibt es ebenfalls nördlich der Passhöhe, rund einen halben Fahrkilometer von dieser entfernt. Im Nachhinein habe ich weder den Namen der Auberge herausbekommen, noch eine Internetadresse finden können. Lediglich in einem GS-Forum war zu lesen, das sie sehr preiswert und das Essen gut ist, und die Zimmer erst 2008 frisch renoviert wurden.


Besonderheiten :

Cayolle - Nordrampe unten Gorges PaluelDie Schlucht im unteren Teil der Nordrampe heißt laut Karte (gedruckte Versionen und Internet) Gorges du Bachelard. Hinter einer kleinen Brücke mitten in der Schlucht steht ein Schild, das sie als Gorges de Paluel bezeichnet.


Besonderheiten Öffnungszeiten/Befahrbarkeit :

Wegen der engen Piste in der Schlucht Gorges du Bachelard ist die komplette Nordrampe als verkehrsbeschränkt gekennzeichnet. Dort darf nichts langfahren, was mehr als 4,5 Tonnen wiegt, länger als 7 Meter, breiter als 2,4 Meter und höher als 3 Meter ist, Fahrzeuge mit Anhängern sind auch nicht zugelassen.
Ob dort nun eine Goldwing mit angehängtem/ausklappbarem Wohnzimmer langfahren darf, kann ich nicht sagen.



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft
Allos (i)
Daluis (i)

(i) Beschreibung in Arbeit (n) Nicht befahren - beidemale keine ausführliche Beschreibung

Blogbeiträge
Parpaillon & Moutière --- vom 17. März 2014

Provence + Fraele --- vom 4. Mai 2010


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