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Canto |
Coll del Canto |
Spanien |
Pyrenäen |
1725 m |
43 km |
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Die Ostrampe des Coll del Canto empfängt einen mit breiter Straße und bestem Asphalt. Ich kam 2009 vom Port de Cabús, von dem ich richtig schön durchgeknetet wurde, und freute mich daher sehr über diesen rundum-sorglos-Belag.
Der Anblick im unteren Teil wird dominiert von dem etwas vertrocknet wirkenden Wald, der aus nicht allzu hohen Bäumen besteht, und dem breiten hellen Asphaltband, das sich den Berg hochwindet. Das Zusammenspiel lässt tatsächlich sorgenfreies Fahren zu, da es so gut wie keine unübersichtlichen Stellen gibt, in denen plötzlich ein entgegenkommendes Fahrzeug direkt vor einem auftauchen könnte.
Schon wenige Kilometer nach der Einfahrt auf die Ostrampe gibt es rechts der Straße einen kleinen Rastplatz, über den ich weiter unten (Besonderheiten) etwas mehr geschrieben habe.
In der oberen Hälfte ändert sich das Landschaftsbild ein wenig, da neben der Straße immer häufiger dunkelrote Erde bzw. Felsen zwischen den Bäumen zu sehen ist.
Diese ist auch immer mehr in den umliegenden Hängen auszumachen, was mit der grünen/dunkelgrünen Bewaldung zu einem netten Farbspiel wird.
Die Passhöhe ist nicht ausgeschildert, sie macht sich lediglich durch zwei Parkreihen und dem Ende der Bergauffahrt bemerkbar.
Der obere Teil der Westrampe ist ähnlich wie die Ostrampe, es gibt zwar einige Kehren und viele Kurven, aber meistens benötigt man hohes Tempo für vernünftig Schräglage. In diesem Bereich lässt sich dafür die Landschaft besser genießen, die einen Ausblick über mehrere Hügelketten bietet, in denen hier und da Zeichen von Zivilisation zu finden sind.
Auf den letzten 10 Kilometern vor dem Zielort Adrall sollte die Aufmerksamkeit wieder voll und ganz der Straße gewidmet sein, da durch die sehr kurven- und kehrenreich Straßenführung wieder richtig Fahrfreude aufkommt. Es gibt zwar ein paar Flicken und Risse auf der Straße, aber die breite Spur und die meistens gut einsehbare Straße gleichen diese wieder aus. Ein vernünftiges Bild von den Kehrenansammlungen habe ich nicht ergattern können, daher muss dies vom Straßenzustand in diesem Bereich reichen.
An mehreren Stellen gibt es Aussichtspunkte neben der Straße, auf denen bequem mehere Fahrzeuge Platz finden, und von denen man einen herrlichen Blick ins Tal werfen kann. Einer dieser Aussichtspunkte ist im Bild rechts (in der größten Version) auch zu erkennen.
Hinter diesem schön zu fahrenden Stück Asphalt liegt der Talort Andrall, in dessen Umfeld gleich mehrere Traumpässe liegen.
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Auf beiden Seiten beträgt die Fahrbahnbreite 2 bequeme Spuren. Der Asphalt war auf der Westseite sehr gut, auf der Ostseite sind viele kleine Risse in der Straßendecke, die aber den Fahrspaß kaum mildern.
Aber noch eine kleine Warnung:
Mitten auf der Westrampe gibt es genau auf der Ideallinie eine ziemlich heftige Bodenwelle, die ein Motorrad satt durchschütteln kann. Diese ist nicht ohne, da dort nicht etwa der Asphalt weggebrochen und sie somit gut zu sehen ist, sondern auf einem 1 Meter Durchmesser großen Bereich ist die Straße um mehr als ein Dezimeter abgesackt. Könnte zwar sein das dieser Schaden inzwischen bereinigt wurde, aber dran glauben tue ich nicht. Autofahrer werden das Loch kaum bemerken, da es in der Mitte der rechten Fahrspur liegt.
Hätte sie mich nicht wirklich unfreundlich aus dem Sattel gehoben, hätte ich sie hier auch nicht erwähnt!
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Westlich beginnt der Coll del Canto in Sort, östlich in Adrall, das nur 6 Kilometer südlich von La Seu d'Urgell liegt, dem letzten spanischen Stützpunkt vor Andorra.
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Die Passhöhe bietet auf beiden Seiten breite Parkstreifen etwas abgetrennt von der Straße. Richtung Süden führen ein paar Schotterwege in die Landschaft, die aber eher nach Wanderwegen als Motorrad-Offroad-Gelände aussahen. Gebäude irgendeiner Art sind auf der Passhöhe nicht zu finden.
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Auf der Ostseite, knapp 3 Kilometer oberhalb des Talortes Sort, liegt rechts neben der Straße ein Rastplatz. Sein großes Manko ist, das es dort Null Schatten gibt, was an einem Sommertag in den Pyrenäen so einiges bedeutet. Aber ein paar Meter von den Parkreihen gibt es ein paar Tische und Bänke, und von der Absperrung aus hat man eine sehr schöne Sicht ins Tal und auf den Ort Sort.
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Pyrenäen haben fertig --- vom 24. April 2010
Rund um Andorra --- vom 9. April 2010
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