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Cabús

Kurzbezeichnung :

Cabús

Originalname :

Port de Cabús

Land :

Spanien/Andorra

Gebirge :

Pyrenäen

Höhe :

2300 m

Länge :

30 km

Lat/Long:  42.546449 1.419286  Texte   Google-Map   Google-Route 

Beschreibung :

Die Ostrampe des Port de Cabús beginnt an der Passhöhe des Coll la Botella. Von dort aus kann man fast die gesamte Rampe und auch die Cabús-Passhöhe sehen.

Cabús - Ostrampe Pano von Botella

Cabús - Ostrampe KüheDie Fahrt bergauf bewältigt man auf relativ guter Piste rauf zur Cabus-Passhöhe. Links geht es schräg den Berg runter, rechts fährt man nicht selten an nackten Felswänden entlang.Cabús - Ostrampe Blick auf Botella PH Die Gegend ist in dieser Höhe nur noch dünn bewaldet, vereinzelt kann man an den Abhängen Schafe oder Kühe weiden sehen. Diese scheinen hin und wieder auch die Straße aufzusuchen und dort ihre Ausscheidungen liegenzulassen, die sich glücklicherweise gegenüber dem hellgrauen Asphalt gut hervorheben. Die Passhöhen von Botella und Cabús hat man auf dem Weg sehr häufig im Blick.

Die des Cabús besteht dabei aus nicht viel mehr als einem Parkplatz, der für die meisten als Wendeplatz herhält und dementsprechend angelegt ist. Dort kann man sich nochmal in Ruhe überlegen, ob man wirklich weiterfahren will.

Cabús - Westrampe oben Blick Richtung PasshöheTja, und dann beginnt die Westrampe. Die hat es in sich, und hält es auch nicht für nötig, dies mehr als 100 Meter lang zu verschweigen. Für mich, als Mopedler mit eher wenig Schottererfahrung und schlecht festgezurrtem Gepäck war diese nicht einfach zu meistern. Während ich langsam und im Sitzen gen Tal schlich (ging nicht anders, weil meine Gepäckrolle ansonsten nach vorne gewandert wäre), fuhren gleich am Anfang der Abfahrt ein paar Crosser auf ihren leichten und unbepackten Bikes an mir vorbei, als würde ich stehen. Aber gegrüßt haben sie nett, immerhin :)

Cabús - Westrampe oben Belag + Landschaft Ganz oben fängt es mit moderatem Stein-Feldweg an, aber das ändert sich schnell. Die Piste ist wirklich rauh, ich habe die ganze Zeit hochkonzentriert nach dem besten Weg gesucht, um möglichst vielen der spitzen Reifenkiller zu entgehen, und mich nicht auf die Hüfte zu legen. Es gibt dort meist gleich mehrere Spurrillen, die sich nicht zwingend Gerade in die Piste gegraben haben. Ich bin mal auf der linken Seite der Straße gefahren, mal in der Mitte und mal ganz rechts. Hat man einen sicheren Weg durch die Hindernisse gefunden, muss man sich auch schon wieder nach einem anderen umsehen.

Cabús - Westrampe oben Abzweigung von obenLeider hat man nicht sonderlich viel Zeit sich in der Landschaft umzuschauen. Diese ist zwar nur mäßig bewachsen, aber einsam und verlassen, und sieht nicht zuletzt durch die Kaltduscherpiste sehr urig aus. 4 Kilometer hinter der Passhöhe kommt man an eine Abzweigung, die schon weit vorher von oben sichtbar ist. Kurz davor wird der Belag etwas besser, was einen fälschlicherweise hoffen lässt, das es auch so bleibt.

Cabús - Westrampe oben Abzweigung Pano

Cabús - Westrampe Mitte Piste 2 WegeBeide von der Kreuzung abzweigenden Wege führen nach unten zum Ende der Westrampe. Ich habe 2009 den rechten, nördlicheren Weg gewählt. Und dort wurde der Belag wieder schwerer, ich habe mich kaum getraut in den 2. Gang zu schalten, weil dadurch der Zug auf dem Hinterrad schwächer wurde und ich diese gleichmäßige Bremswirkung gut gebrauchen konnte.

Cabús - Westrampe Mitte Schotter vor Brücke Allerdings sprang dann auch nach kurzer Zeit der Ventilator der Kühlung an, aber das war mir ziemlich schnell ziemlich Wurst. Irgendwo auf dem Teilstück lag ein verrosteter R5 im Straßengraben, dieses Schicksal sollte meiner XT auf alle Fälle erspart bleiben. Nach einem etwas schwereren Stück kommt wieder ein leichteres, welches einem nicht allzu dicke Steine in den Weg legt.
Cabús - Westrampe Mitte steile StelleAber das ist schnell Vergangenheit, denn kurz danach geht es auf sehr ausgewaschenem Steine-Feldweg sehr steil den Berg hinunter. Auch hier sagt das Foto nichts über die tatsächlichen Zustände aus, es sieht alles einfacher aus als es tatsächlich war. Gerade auf diesem Teilstück kam ich mächtig ins Schwitzen, was in einer Lederkombi eher weniger Spaß macht.

Wenige 100 Meter später überquert man eine kleine Holzbrücke (im Bild rechts durch die dunklen Tannen verdeckt), und die beiden an der oberen Kreuzung abgehenden Wege finden wieder zueinander.

Cabús - Westrampe Mitte Brücke Pano

Und endlich wird aus der schweren Steinpiste ein halbwegs genießbarer Schotterweg, der in dieser Qualität auch bis zum Erreichen der Asphaltdecke hinter Tor halten sollte.

Cabús - Westrampe Mitte Ort TorDer Ort Tor, der auf der Landkarte so großzügig eingetragen ist, besteht nur aus ein paar Häusern (siehe Bild), und einem kleinen Restaurant ein paar Meter weiter unten (nicht im Bild). Auf dessen Terasse saßen auch die Crosser die mich im oberen Teil locker haben stehen lassen. Wahrscheinlich genossen sie gerade ihr drittes Käffchen.

Einen Kilometer später hat der lose Belag ein Ende, und man findet sich auf einer schlecht geteerten (bzw. betonierten) und kaum eine Fahrspur breiten Piste wieder. Rechts geht es über eine kleine Brücke nach Tor, mein Bike steht in Fahrtrichtung.

Cabús - Westrampe unten Pano Asphaltanfang

Cabús - Westrampe unten Felsen BachDie letzten 10 Kilometer bis zum Ende der Westrampe fährt man auf festem Untergrund. Die ersten 6 Kilometer bis zur Abzweigung nach Noris bestehen aus einer Art Beton-Asphalt, der sich streckenweise wie ein Waschbrett anfühlt. Die letzt 4 Kilometer bis zur Ausfahrt in Alins sind dagegen guter Qualität. Die gesamte Strecke geht durch eine enge Schlucht, durch die sich ein kleiner Bach windet. Rund 10 Mal wechselt die Straße die Schluchtseite, die man auf kleinen Brücken überquert. Die Straße ist nur ein Fahrspur breit und sehr verwinkelt, daher sollte auf Gegenverkehr acht gegeben werden. Es sieht sympatisch urtümlich aus, als würde sich niemand wirklich um die Pflege der Straße und der Umgebung kümmern. Nach der harten Schotter-Abfahrt kann man sich innerhalb der Schlucht erholen und die letzten Kilometer mehr oder weniger gefahrlos genießen.

Fazit:
Der Port de Cabús ist ein abenteuerlicher aber sehr schöner Pass. Scheut man den Schotter nicht, ist er auf jedenfall einen Umweg wert.


Straßenverhältnisse :

Cabús - Westrampe Belag NahansichtDie Ostrampe, die vom andorrianischen Botella kommt, ist vollständig asphaltiert und in gutem Zustand.

Die in Spanien liegende Westrampe dagegen ist schweres Geläuf, grober Schotter mit Traktorspuren, vielen Bodenwellen, Schlaglöchern und ausgewaschenen Bereichen. Die Piste besteht aus festgefahrenem Feldweg, durchzogen mit bis zu fußballgroßen Steinen, die hier lose herumliegen und da halb im Boden verschwinden. Sie sind kreuz und quer verteilt, mal viele auf einem Haufen und mal nur wenige. An manchen Stellen ist die Steigung sehr steil, und für gewöhnlich war der Belag in diesen Bereichen am meisten ausgewaschen und am schwierigsten zu bewältigen. Die gezeigten Bilder sehen allesamt harmloser aus als die realen Zustände. Lediglich die 10 Kilometer zwischen der westlichen Einfahrt und Tor bestehen aus Asphalt, wenn auch von schlechter Qualität.

Cabús - Westrampe Mitte Schaden NahaufnahmeZusammenfassend kann gesagt werden: der Port de Cabús ist für wenig geübte nicht einfach zu fahren, auf keinen Fall für kurzgefederte Straßenmaschinen geeignet, wenigstens Medium-Crossbereifung + eine Tube Reifenpilot würde ich empfehlen. Bei Regen oder nasser Strecke sollte man es sich ohnehin zweimal überlegen.
Der schwere Schotter fängt an der Passhöhe an und endet nach 9 Kilometern (einen Kilometer hinter dem Ort Tor), wobei die letzten 2 Kilometer deutlich einfacher zu fahren sind.


Ein-Ausfahrt :

Cabús - Westrampe unten AusfahrtIm Osten beginnt der Pass gewissermaßen in Andorra im Ort Erts, führt durch Xixerella und über die Passhöhe des Botella.
Die Westliche Einfahrt ist in Alins zu finden, dort nach Osten Richtung Noris und Tor abbiegen.
Zwischen dem Ort Tor und der Passhöhe verzweigt sich die Westrampe, die sich 2 Kilometer später wieder vereinigt, somit führen beide Möglichkeiten ans Ziel.


Passhöhe (u.a.Restaurants/Hotels) :

Cabús - Passhöhe ParkplatzAuf der Passhöhe gibt es auf der andorrianischen Seite einen mittelgroßen Parkplatz, der auch Bussen das Wenden ermöglicht. Kurz dahinter fängt der Schotter an, dort steht dann nur noch ein kleine Holzkonstruktion, deren Zweck ich nicht ermittelt habe.
Sollte es an der Passhöhe auch eine Zollstation geben, war sie für mich zu gut versteckt.


Besonderheiten :

Über den auf der Mitte der Westrampe liegenden Ort Tor sind im Internet einige haarsträubende Stories zu finden. Es wurde vor ein paar Jahren überlegt die gesamte Strecke zu asphaltieren, allerdings gab es gewisse Leute, die eine ganze Menge dagegen hatte. Schon etwas verständlich, denn auf den anderen beiden asphaltierten Grenzübergängen ist extrem viel los, und das wäre beim Cabús wahrscheinlich nicht anders geworden. In den wilden Stories ist die Rede von Pferdeköpfen, die vor Fahrzeugen der Bauarbeiter platziert wurden, auch von ungeklärten Morden wird geschrieben. Ob und wie weit diese Geschichten der Wahrheit entsprechen weiß ich nicht, aber sie hören sich schon recht heftig an.
Wie dem auch sei, der Port de Cabús wurde nicht asphaltiert und wird es wohl in nächster Zeit auch nicht.



Weitere Bilder:


Pässe/Strecken in der Nachbarschaft

Blogbeiträge
Pyrenäen haben fertig --- vom 24. April 2010

Andorra --- vom 14. Februar 2010


Kommentare/Meinungen zum Pass:

Joachim

Sonntag, 13. November 2011 - 11:19 Uhr

Hallo, schöne Seite! Danke für eure Mühe!!!
Ich bin den Cabus 2011 mit meiner KTM Adventure 640 mit Sozius ohne Gepäck gefahren. Aus meiner Sicht stellte der Pass keine besonderen Herusforderungen dar. Die Strecke war trocken und in einem guten Zustand. Ich würde die Schwierigkeit höchstens mit mitel bewerten.

Gruß, Joachim


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